Weihnachten

Augen auf beim Weihnachtsbaumkauf!

Weihnachten ohne geschmückten Baum ist für die meisten von uns unvorstellbar. Pro Jahr werden etwa 28 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland gekauft – jeder dritte Baum stammt aus NRW. Vor allem im Sauerland werden die Tannen auf 25 000 Hektar angebaut.

Pestizide am Baum sind gefährlich für Mensch und Natur

Mit dem großflächigen Anbau sind aber auch Probleme verbunden: Das Landschaftsbild ist in Teilen stark verändert, weil es immer mehr Baumkulturen gibt und der Chemieeinsatz sehr hoch ist. Es ist unklar, welche Auswirkungen die Pestizide auf unsere Gesundheit und das Grundwasser vor Ort haben. Das häufig verwendete Glyphosat steht im Verdacht, schädigend auf die embryonale Entwicklung und Fortpflanzungsorgane zu wirken. Durch dieses Pflanzenschutzmittel werden Böden versäuert und Arten sterben aus.

Wer mit ruhigem Gewissen seinen Baum kaufen möchte, sollte am besten auf Öko-Ware zurückgreifen. Sie wird garantiert nicht gespritzt, sondern mechanisch von Unkraut befreit. Außerdem werden nützliche Insekten nicht getötet, sondern können zur Schädlingsbekämpfung beitragen. Fragt euren Weihnachtsbaumverkäufer nach der Herkunft der Tannen und nach dem Einsatz von Pestiziden. Nur so kann ein nachhaltiger Anbau gefördert werden.

Weniger als zehn Bio-Baum-Betriebe in NRW

Leider bauen nicht mal zehn der 430 Weihnachtsbaumbetriebe in NRW ökologisch an. Eine Liste der Verkaufsstellen und Betriebe für Bio-Weihnachtsbäume gibt es bei Robin Wood. Wer keine Bio-Weihnachtsbäume in seiner Nähe findet, kann meist in der Heimatregion selbst einen Baum schlagen. Dabei ist auf die Zertifizierung des Forest Stewardship Council (FSC) zu achten – nur dieses Siegel garantiert, dass der Baum aus einem wirtschaftlich tragfähigen und zugleich sozialverträglichen waldwirtschaftlichen Betrieb stammt. Alle landeseigenen Forstbetriebe sind FSC-zertifiziert.

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