Flüchtlinge

Ein menschliches NRW – für Alle!

Wir sind fassungslos und bestürzt: Am Wochenende wurde bekannt, dass mehrere Flüchtlinge in einer Asylunterkunft im siegerländischen Burbach von Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes misshandelt wurden. Und auch in Essen soll es Übergriffe an Flüchtlingen gegeben haben – Menschen, die wegen Krieg und Gewalt aus ihrer Heimat geflohen sind.

Wir sind fassungslos und schämen uns dafür, dass so etwas in unserem Bundesland passieren konnte.

Mit diesen Worten reagierten unsere Landesvorsitzende Mona Neubaur und Sven Lehmann, auf die ersten Berichte. „Wer seine Heimat verlassen muss, weil dort Krieg, Hunger oder Verfolgung drohen, verdient unseren Schutz. Dazu gehört nicht nur eine sichere Unterbringung, sondern vor allem eine menschenwürdige Behandlung. Im Namen Nordrhein-Westfalens wollen wir uns bei den Flüchtlingen dafür entschuldigen, was ihnen hier schreckliches widerfahren ist“. Stattdessen wurden sie erneut zu Opfern von Gewalt und Erniedrigung.

Haarsträubende Details

Das Schlimmste: Es ist offensichtlich kein Einzelfall. Neben dem Foto ist ein Video aufgetaucht, in dem ein Mann unter Androhung von Gewalt dazu gezwungen wird, sich in Erbrochenes zu legen. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen acht Verdächtige. Und je mehr bekannt wird, desto haarsträubender werden die Details: So sind einige der Tatverdächtigen vorbestraft, das Unternehmen selbst hat nach Zeitungsberichten mehrfach Standards verletzt. Auch in Essen wird wegen des Verdachts der Körperverletzung in einer Einrichtung des Unternehmens ermittelt.

Schonungslos aufklären – Konsequenzen ziehen

Es ist richtig, dass das Land der Sicherheitsfirma umgehend gekündigt hat. Eine sofortige, umgehende und vollständige Aufklärung ist notwendig um sicherzustellen, dass solche widerwärtigen Handlungen nicht noch einmal passieren. Denn wir wollen ein menschliches NRW – ein NRW, das Niemanden im Stich lässt. Das gilt gerade für diejenigen, die auf unseren Schutz angewiesen sind.

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