Unser Viertel

Ein Haus für Jung und Alt

In der Blücherstraße 2a im Stadtteil Moers-Meerbeck entsteht gerade etwas, was es so in Moers bisher noch nicht gab und auch in ganz NRW noch höchst selten zu finden ist: Eine Kita und ein Pflegeheim unter einem Dach – das „Haus für Jung und Alt“. Unsere grüne Landesvorsitzende Mona Neubaur hat das Haus am 23. August 2017 besucht.

Momentan ist hier noch alles eine große, staubige Baustelle – überall wird gebohrt und gehämmert. Am 18. Oktober wird damit Schluss sein, denn dann wird das künftige „Haus für Jung und Alt“, ein Projekt der Grafschafter Diakonie, eröffnet. Die fünfgruppige Kindertagesstätte des Mehrgenerationenhauses zieht bereits Anfang September mit 120 Kindern ins Erdgeschoss ein. In den beiden Geschossen darüber werden ab Anfang Oktober 42 Senioren mit erhöhtem Pflegebedarf wohnen.

Jeder partizipiert vom anderen

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die künftigen Räume des Hauses beschreibt Andreas Blinzler, der künftige Einrichtungsleiter, wie das Zusammenleben der Kinder und der Senioren gestaltet werden soll: „Hier werden mehrere Generationen aufeinander treffen: Es soll gemeinsam gesungen, gefeiert und gebastelt werden. Jeder partizipiert vom anderen.“

Für Blinzler steht dabei das sogenannte ‚Normalitätsprinzip‘ im Vordergrund. „Wir versuchen, möglichst nah an die früheren Lebenssituationen der Bewohner anzuknüpfen. Wenn sie gern gekocht haben, sollen sie das auch hier tun können. Wenn sie immer gern vorgelesen haben, können sie hier zum Beispiel den Kindern vorlesen.“

Menschen wollen in ihrem Viertel alt werden

Etwa 21 qm groß sind die Zimmer. Bald werden sie eingerichtet. Freunde haben sich angemeldet, die schon gemeinsam unter Tage gearbeitet haben. Sie werden gemeinsam einziehen und dort leben, Tür an Tür. Sie kommen fast alle aus dem Moerser Stadtteil Meerbeck, einer alten Bergarbeitersiedlung.

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Menschen wollen in ihrem Viertel alt werden. Nach einer eigenen Pflegeeinrichtung in ihrem Viertel haben sich viele Meerbecker lange gesehnt: „Die Menschen warten zum Teil seit Jahren darauf, dass dieses Haus gebaut wird“, erzählt Blinzler. Senioren, die im eine halbe Stunde entfernten Dinslaken wohnen, rufen an und wollen zurück, weil sie ihr Leben lang in Meerbeck gelebt haben. In der Einrichtung wird es auch den Bereich „Alt-Meerbeck“ geben. Eine Ecke im Wohnbereich, in der Bilder vom frühen Meerbeck gezeigt werden sollen. Bilder aus längst vergessenen Tagen – für viele Senioren eine wertvolle Erinnerung.

„Das hier wird ein richtiges Quartiershaus für die Meerbecker“, sagt Blinzler und lächelt. Das Haus befindet sich mitten in Meerbeck. Gegenüber ist ein großer Supermarkt, der Meerbecker Wochenmarkt ist fußläufig zu erreichen.

Solche Projekte bieten Sicherheit

Die grüne Vorsitzende Mona Neubaur betont, dass solche Projekte wichtig sind, weil sie Sicherheit bieten: „In einer Welt der Globalisierung und Individualisierung bieten solche Projekte Sicherheit. Alt und Jung kommen zusammen, Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe engagieren sich in ihrer Nachbarschaft fürs Gemeinwohl. Menschen, die pflegebedürftig werden, können weiter in ihrem Stadtteil leben.“

Außerdem hebt sie das große Engagement aller Beteiligten hervor: „So etwas funktioniert nur, wenn Überzeugungstäter am Werk sind.“

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