Klimaschutz

Hochwasser ist eine Folge des Klimawandels

Starke Regenfälle, kleine Bäche werden zu reißenden Flüssen und treten über die Ufer. Dämme brechen, die Kanalisation kann die Wassermassen nicht fassen. Die Folge: Überschwemmte Häuser und Felder, Wasser in zahlreichen Kellern, es gibt Verletzte oder gar Tote wie 2014 in Münster oder zuletzt in Baden-Württemberg und Bayern. Ein deutlicheres Signal als die steigende Zahl der Hochwasser ist kaum vorstellbar – wir brauchen endlich einen wirksamen Klimaschutz.

Für Wissenschaftler ist klar: Durch höhere Temperaturen in Folge des Klimawandels gibt es mehr extreme Wetterereignisse – etwa mehr starke Regenfälle und häufigere Gewitter. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimaforschung rechnen mit einer deutlichen Zunahme von extremen Niederschlägen. Das Institut hat Regendaten von 1901 bis 2010 ausgewertet – von Messstation weltweit. Ihre Ergebnisse: Seit 1980 gibt es immer mehr Rekord-Regen-Ereignisse. Ihre Ergebnisse haben Sie im Fachmagazin „Climatic Change“ veröffentlicht.

Dass diese Zunahme auch für NRW zu erwarten ist, hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) schon 2012 festgestellt. In einem Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf unser Land schreibt das LANUV, dass sich die Zahl der Starkregentage (mehr als 20 mm Regen) besonders im Winterhalbjahr erhöhen wird.

Die Folgen haben die Menschen in den vergangenen Wochen in Baden-Württemberg, Bayern und zuletzt auch in NRW deutlich zu spüren bekommen.

Inzwischen dürften auch die letzten Anhänger von Kohlestrom und des Verbrennungsmotors gemerkt haben: Nur ein wirksamer Klimaschutz schützt die Menschen vor Hochwasser und anderen extremen Wetterereignissen. Auf Bundesebene brauchen wir einen wirksamen Klimaschutzplan und NRW braucht mit dem Kohlekonsens endlich einen verbindlichen Ausstieg aus der Braunkohle.

Mona Neubaur, Vorsitzende GRÜNE NRW

Die rot-grüne Landesregierung handelt ganz konkret beim Thema Hochwasserschutz. Umweltminister Johannes Remmel (GRÜNE) erklärt dazu, dass NRW allein zwischen 2010 bis 2015  rund 295,5 Millionen Euro für den Hochwasserschutz an den großen Gewässern ausgegeben habe.

Hochwasserschutz ist aber nicht auf Rhein oder Ruhr beschränkt, sondern fängt in der Fläche an. Im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtline investieren wir etwa rund 80 Mio. Euro pro Jahr,  für Renaturierungen oder Maßnahmen, die dem Hochwasserschutz dienen

Johannes Remmel, Umweltminister

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