Garzweiler

Leitentscheidung Garzweiler II: Von der Kohle zur Sonne!

Mit der 3. Leitentscheidung zur Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler II wird der Einstieg in den Ausstieg aus der Braunkohle in NRW eingeleitet. In einer historischen Entscheidung 
legt NRW erstmals in einer Leitentscheidung die besondere Rolle der sauberen Energie für die Zukunft fest – die Zukunft gehört den Erneuerbaren!

Vor über einem Jahr hatte sich die Rot-Grüne Landesregierung bereits politisch auf die Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler II verständigt. Die nun beschlossenen 3. Leitentscheidung legt nun die Details des Vorhabens fest.

Holzweiler vor den Baggern gerettet!

Holzweiler, das Gut Dackweiler und der Hauerhof werden nicht mehr umgesiedelt. Der Tagebau Garzweiler II wird nun basierend auf der 3. Leitentscheidung räumlich vorher enden.

Für den Klimaschutz und die Menschen im Rheinischen Revier ist daher heute ein guter Tag – insbesondere  für die Bewohnerinnen und Bewohner von Holzweiler. Die Landesregierung hat nun einen Mindestabstand  von 400 Metern zwischen Abbaukante und Wohnbebauung in Holzweiler festgelegt.

Auch der nun in der Leitentscheidung vorgesehene weitgehende Erhalt der wichtigen Anbindung an die Nachbarorte und der notwendigen Infrastruktur schützt die Attraktivität des Wohnumfelds und des Standorts. Nun können die Menschen in Holzweiler, dem Gut Dackweiler und dem Hauerhof nach jahrelanger Unsicherheit wieder den Blick nach vorne richten und haben endlich Planungssicherheit für die Zukunft.

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Weichen für die erneuerbare Zukunft gestellt

Mit der neuen Leitentscheidung haben wir die Weichen für die Energiestruktur der Zukunft gestellt. Die energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und damit auch in Nordrhein-Westfalen haben sich gegenüber den Leitentscheidungen der Landesregierung in 1987 und 1991 gravierend geändert.

Mit der 3. Leitentscheidung schließen wir ein wichtiges Kapital der Vergangenheit und eröffnen gleichzeitig ein neues für eine Energiepolitik der Zukunft. Braunkohle ist nur ein Übergang in die Energiestruktur der Zukunft, die durch sauberen, sicheren und bezahlbaren Strom geprägt ist.

Unsere Auswertungen für die Leitentscheidungen sagen übereinstimmend, dass die Braunkohleverstromung voraussichtlich ab den 2020er Jahren kontinuierlich zurückgeht, während parallel von einem stetig steigenden Anteil erneuerbarer Energien in der Stromversorgung auszugehen ist.

Erstmals wird in einer Leitentscheidung die besondere Bedeutung der Erneuerbaren Energien berücksichtigt. Noch bei den Leitentscheidungen 1987 und 1991 wurde Erdgas in erster Linie als Alternative in der Stromerzeugung angesehen. Diese alleinige Fokussierung auf fossile Energieträger ist mit der 3. Leitentscheidung endgültig aufgehoben.

Es ist ein guter Tag für die Menschen in den betroffenen Regionen, aber auch ein guter Tag für die Klimaschutzpolitik in unserem Land. Damit ist auch die Braunkohleförderung in NRW endlich. Mit der Leitentscheidung schaffen wir langfristige Perspektiven und Planungssicherheiten für alle Beteiligte. Jetzt geht es darum, dass wir schnell und nachhaltig die Zukunft des Rheinischen Reviers und der dort lebenden und arbeitenden Menschen sichern und ihnen neue Möglichkeiten eröffnen. Dies wird eine Gemeinschaftsaufgabe aller – für zukunftssichere Jobs und ein lebenswertes Umfeld.

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