Alltagstipps zum Klimaschutz

Richtig essen, Klima retten

Mit deiner Ernährung leistest Du einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Denn bei Produktion, Verarbeitung und Transport von Lebensmitteln entstehen tonnenweise Treibhausgase. Viele Menschen kaufen mit Köpfchen ein, um den Ausstoß zu minimieren. Wir zeigen, wie sie das tun.

Erdbeeren im Dezember? Längst keine Seltenheit, jeder zweite Supermarkt bietet sie an, die Früchte werden dann eben eingeflogen. Schon lange sind wir gewohnt, jedes Lebensmittel zu jeder Jahreszeit zu bekommen – doch das verursacht massiv Treibhausgase.

Saisonales Essen schont das Klima

Eine saisonale Ernährungsweise hat dagegen viele Vorteile: Saisonale Lebensmittel sind frischer und werden nicht vorreif geerntet. Das Resultat: Das Obst und Gemüse enthält mehr Vitamine und schmeckt besser. Außerdem senken saisonale Nahrungsmittel unsere CO2-Bilanz, sie sind um bis zu 30x klimafreundlicher als etwa Gewächshausware (PDF).

saisonkalender

Besser essen: Regional und Bio

Ein weiterer Knackpunkt: der Transport. Egal, ob Erdbeeren aus dem nahen Osten, Äpfel aus Neuseeland oder Spargel aus Mexiko – sie alle legen eine weite Reise zurück, der Transport verursacht Unmengen an Treibhausgasen. Ein Kilo Erdbeeren aus dem Süden braucht zum Beispiel rund 5 Liter Erdöl, der WWF hat es mal ausgerechnet.

Wer den Ausstoß von Treibhausgasen verringern möchte, greift zu regionalem Obst und Gemüse, etwa vom Wochen- oder aus dem Bioladen. Ein weiterer Vorteil: Heimische Erzeugnisse weisen in der Regel weniger Schadstoffe auf.

Das gilt besonders für Bio-Lebensmittel: Hier werden keine chemischen Pflanzenschutzmittel und weniger Dünger verwendet, deren Rückstände auf den Pflanzen und im Boden bleiben. Außerdem schonen Bio-Produkte das Klima, da Dünger und Pflanzenschutzmittel besonders energieintensiv produziert werden müssen.

Wenn Fleisch, dann richtig

Ein besonders heikles Thema der Ernährung ist der Fleischkonsum, nicht nur für uns GRÜNE ;-). Denn die Produktion von Fleisch und tierischen Produkten ist energieintensiv (PDF). Wer nicht auf Fleisch und tierische Produkte verzichten möchte, sollte zwei Punkte im Hinterkopf behalten:

  • Biofleisch statt Massenware: Durch die Vermeidung von Massentierhaltung werden Treibhausgase gespart. Außerdem ist die Haltung artgerechter und das Fleisch geschmacksintensiv, deutlich geringer mit Antibiotika belastet und bleibt meist auch in der Pfanne so groß wie in der Verpackung.
  • Es muss nicht immer Rind sein: Wer öfter mal zu Hühner- oder Schweinefleisch greift, hat nicht nur mehr Abwechslung auf dem Teller – man spart außerdem rund ¾ der Treibhausgase ein.
Radieschen Gemüse

Verschwendung vermeiden

Der beste Müll ist derjenige, den man gar nicht erst produziert. Das gilt natürlich auch für die knapp 18,4 Millionen Tonnen Lebensmittel, die wir jährlich in Deutschland wegwerfen. Neben bewussterem Einkaufen und Initiativen wie Foodharing.de hilft der richtige Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD).

Treibhausgase minimieren

2013 haben wir in Deutschland insgesamt rund 953 Millionen Tonnen Treibhausgase produziert (PDF). Schätzungen gehen davon aus, dass 16 bis 21 Prozent (PDF) davon auf die Produktion und den Konsum von Lebensmitteln zurückgehen. Ein Großteil entsteht durch Massentierhaltung, Pestizide, Dünger und den Transport – und können deutlich reduziert werden. Kein Wunder also, dass das Umweltbundesamt „Ernährung“ als eines der drei zentralen Handlungsfelder benennt, in denen wir mit unserem Konsum etwas für die Umwelt tun können.

Das haben viele Menschen bereits erkannt und achten schon beim Einkauf auf die Klimaverträglichkeit ihrer Lebensmittel. Mach mit!

Foto: Fahrradsattel

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