Unsere Strategie: Gewinnen!

Spitze Spitzenkandidaten. Check. Bomben Wahlprogramm. Check. Klasse Kampagne. Check. „Das Salz in der parteipolitischen Suppe“ würzte vergangenes Wochenende beim Kick-off zur Bundestagswahl 2013 die Kleinstadt Duderstadt.

Rund fünf Dutzend Grüne Wahlkämpfer aus ganz Deutschland versammelten sich im Herzen Niedersachsens: Gemeinsam mit Steffi Lemke prüften sie die Checkliste für einen grünen Wahlsieg, schärften ihre Zunge bei Workshops und traten beim Haustürwahlkampf ins Wohnzimmer der Kleinstadt. Und am Ende brannte nicht nur das Lagerfeuer lichterloh. Motivation? Aber ordentlich!

Gemeinsam für den GRÜNEN Wandel

Zeltstangen ausgepackt, Bettdecken bezogen und Namensschild um den Hals: Knapp sechs Wochen vor der Bundestagswahl setzten die rund achtzig Teilnehmer*innen einen GRÜNEN Akzent auf die Landkarte Niedersachsens. Und dieser Farbtupfer wird nach den Worten Steffi Lemkes in dieser Bundestagswahl besonders leuchten, denn „das Mehr gewinnt“ . Das ist die Strategie. Mehr GRÜNE Mitglieder, mehr Plakate, mehr Touren und nach diesen drei Tagen – noch mehr Motivation. Genau wie bei dem vergangenen Kick-off in Naumburg gestalteten vier Workshops und ein Haustürwahlkampf- Training („Canvassing“) das Programm.

Grünes Sommercamp Bundestagswahl 2013 Foto: Haustürwahlkampf Foto: Auf der Zugfahrt zum Sommercamp

Was sind denn eigentlich GRÜNE Bilder – was taugt als Plakat und was nicht? Der Workshop „Bilder in politischer Kommunikation“ antwortet ganz klar: Mach deine Botschaft deutlich und sag es einfach und geradeaus. Abstrakte Formulierungen adé! Umweltvergiftung in diesem Sinne: Ein Apfel mit dicker Spritze im Fleisch. Kurz & bündig war auch beim Programm „ 3 2 1 POW!“ gefordert: Sage in epischen zwei Minuten warum es wichtig ist, Farbe zu bekennen und sein Kreuzchen für GRÜN zu setzen. Stop! Jetzt überzeuge in der Hälfte der Zeit. Stop! Wecke in knackigen 30 Sekunden das Interesse an einer GRÜNEN Wende. Gerade so viel Zeit wie man einer S-Bahnstation bei Einfahrt des Zuges hat. Und jetzt bringe deinen Wahlspruch so auf den Punkt, dass er zwischen Bahnsteig und Tür innehalten lässt. Du hast ungefähr zehn Sekunden. Überzeuge!

Nach ein paar Runden „ 3 2 1 POW!“ war sprichwörtlich die „Zitrone ausgelutscht“ und die Luft draußen. Guter Zeitpunkt für den Workshop im Namen des knallgelben Obstes. Die Aufgabe war simpel – die Durchführung sportlich. Rund ein Dutzend Teilnehmer mussten binnen kürzester Zeit mit der linken und rechten Hand jeweils zwei von vier Zitronen berühren. Nach Knobeln, Verrenken und Knoten in den Fingern verringerte sich die Dauer von einer halben Minute auf knapp 1,5 Sekunden. Es zeigt: Bei Konflikten und innerparteilichen Problemen sollte man sich besinnen und nach Alternativen und anderen Lösungen Ausschau halten. Es einfach anders anpacken. Vielleicht nicht besser, aber anders.

Worte formen das Denken

Und anders muss auch der gewohnte Sprachjargon werden. Das ist die Quintessenz des vierten Workshops „Framing – die Wirkung von Sprache in politischer Kommunikation“. Weg von leeren Worthülsen und langweilig abstrakten Politbegriffen! Bring Farbe in die Wahlkampfsprüche, spreche bildreich und präzise. Sag nicht Umwelt – sag Baum, Sonne und Meer. Verwirre deine Gegenüber nicht mit komplizierten Fachbegriffen, sondern entwirre das dichte Politikgeflecht.

Haustürwahlkampf

Samstagabend galt es dann den Input umzusetzen: Haustürwahlkampf im „CDU Land“. Der Nachmittagsbesuch Katrin Göring-Eckardts spornte die Teilnehmer an, die Spitzenkandidatin sagte ganz klar: „ Wir werden die Wahl schaffen!“ Und tatsächlich, das Ergebnis nach dem dreistündigen „Tür zur Tür“-Marsch euphorisiert: Gleich dem Wahlkampfcamp in Naumburg, sorgten die Teilnehmer*innen für Gesprächsstoff in den Häuser – und Pressezeilen. An rund 1776 Türen wurde geklopft und bei der Hälfte geöffnet. Hatten die Teilnehmer*innen ihre Nase im Türspalt so konnten sie durch Argument und Charme bei der Hälfte der Einwohner ein positiv Grünes Feedback erreichen.

Foto: Grünes Material mit Kaffeetasse Foto: Ablaufplan Grünes Sommercamp

Gemütlich feierten die Teilnehmer*innen bei einem geselligen Ausklang am Lagerfeuer den letzten Abend des Camps. Die Worte der vergangenen Tage im Ohr und die neuen Eindrücke vor Auge sangen sich die Worte von Tim Bendzko „ Bin nur noch kurz die Welt retten“ fast von alleine.

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