Klimaschutz

Was ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)?

Was ist das Ziel des EEGs?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde zur Förderung der erneuerbaren Energien geschaffen. Erstmals trat es im April 2000 in Kraft und gilt mit zahlreichen Veränderungen bis heute. Die damalige Rot-Grüne Bundesregierung verfolgte mit dem EEG das Ziel, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Klimaschädliche Abgase, die besonders bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entstehen, sollten durch die Förderung von Wind-, Sonnen- und Wasserenergie sowie durch das in der landwirtschaftlichen Produktion entstehende Biogas ersetzt werden.

Wie funktioniert das EEG?

Um einen Anreiz für den Ausbau zu setzen, wird seither den Betreibern von Solar- Wind-, Wasserkraft- und Biogasanlagen eine Mindestvergütung für regenerativ erzeugten Strom garantiert. Die Vergütungssätze unterscheiden sich dabei nach der verwendeten Technologie und der Größe der Anlage. Sie werden in der Regel für 20 Jahre zugesichert und übersteigen den Marktpreis oft um ein Vielfaches.

Ein weiteres Ziel des Gesetzes war es, durch eine verstärkte Nachfrage nach Ökostrom auch die technische Weiterentwicklung der Anlagen zu fördern. Dies hatte zur Folge, dass Deutschland inzwischen in vielen Bereichen der Sparte Weltmarktführer ist. Beides, die rasante Technologieentwicklung und die garantierte Mindestvergütung für regenerativ erzeugten Strom führten dazu, dass die Zielvorstellungen der Rot-Grünen Bundesregierung aus den Anfangsjahren erheblich übertroffen wurden. Der Anteil der Erneuerbaren Energien in Deutschland kletterte nach Angaben des BMWI von 2,9 Prozent im Jahr 2000 auf 11,1 Prozent im Jahr 2014.

Wer sind die Akteure?

In das Erneuerbare Energien Gesetz sind aber keineswegs nur die Stromerzeuger und die Verbraucher*innen einbezogen, sondern auch die sogenannten Netzbetreiber. Sie warten die Leitungsnetze und sorgen für ihre Leistungsfähigkeit. Außerdem betreuen sie die Stromzähler und bringen den Strom zu den Verbraucher*innen. Dafür erhalten sie von den Stromerzeugern ein so genanntes Entgelt.

Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sind die Netzbetreiber auch verpflichtet, Erneuerbare-Energien-Anlagen vorrangig an ihr Netz anzuschließen und, wenn nötig, die Netze entsprechend auszubauen. Der regenerativ erzeugte Strom muss dabei – unabhängig von der aktuellen Stromnachfrage oder dem aktuellen Marktpreis – vollständig abgenommen und zu den im EEG festgelegten Einspeisetarifen vergütet werden.

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