Schulzeitverkürzung

Wertvolle Anregungen für Entlastung und Lernqualität

Die schwarz-gelbe Regierung unter Jürgen Rüttgers hat vor einigen Jahren die Schulzeitverkürzung in NRW mit der Brechstange eingeführt. Seitdem wird das Abitur in NRW an Gymnasien in der Regel bereits nach 8 Jahren erlangt. Die Folge: Volle Lehrpläne, überlastete Schüler*innen und Lehrer*innen, wenig Freizeit. Ein unhaltbarer Zustand, den wir GRÜNE beheben wollen.

Wie geht es nun weiter mit dem Abitur? Unsere Schulministerin Sylvia Löhrmann lud Verbände, Initiativen, Schüler*innen und Eltern zum Runden Tisch.

Gutes Lernen braucht Zeit

Für das jetzige G8 ist politisch die abgewählte schwarz-gelbe Regierung von Jürgen Rüttgers verantwortlich. Sie hat zum Schuljahr 2005/2006 die Schulzeit mit der Brechstange verkürzt. Damit wurde der Stress für Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern erhöht und die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen verschlechtert.

Nach dem Regierungswechsel 2010 hat Schulministerin Sylvia Löhrmann bereits konkrete Maßnahmen eingeleitet, um mehr Raum für gutes Lernen zu schaffen. Unser GRÜNES Ziel ist und bleibt, dass Schule ein Ort des Lebens und Lernens sein soll.

Beteiligung am runden Tisch

Verbände, Gewerkschaften, Elterninitiativen und weitere Experte folgten der Einladung, um über Schulzeit und Unterrichtsqualität zu diskutieren. Die intensive Mitarbeit aller Beteiligten in den letzten Monaten zeigt, dass die Initiative richtig und wichtig war. Gerade auch die ehrenamtlich engagierten Eltern und Schüler haben viel Zeit und Mühe aufgewendet. Wir danken allen für ihren Einsatz!

Im Ergebnis sprach sich die Mehrheit dafür aus, nach dem „Schnellschuss G8“ nicht überhastet zu G9 zurückzukehren, sondern stattdessen das Abitur nach zwölf Jahren zu verbessern. Diese Empfehlung wurden mit großer Mehrheit beschlossen.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass für die Elternverbände und die LandeschülerInnenvertretung die Verbindlichkeit in der Umsetzung besonders wichtig ist. Wir haben mit den Empfehlungen des Runden Tischs viel Material erhalten, das wir jetzt im politischen Prozess bewerten werden. Die Entscheidung muss dann verlässlich für die Schulen sein. Die Empfehlungen, die vom Runden Tisch erarbeitet worden sind, wollen wir GRÜNE auch für unsere Positionierung beherzigen.

GRÜNES Ziel: Weniger Druck, mehr Freiräume

Die Ergebnisse zeigen: Wir müssen jetzt weitere Weichen stellen, dass Kinder und Jugendliche weniger Druck verspüren und mehr Freiräume innerhalb und außerhalb der Schule haben.

Deswegen formuliert Landesvorsitzender Sven Lehmann:

Wir wollen eine Schule, die nicht krank, sondern die Lust auf Lernen macht. Wir werden jetzt innerhalb der GRÜNEN diskutieren, wie wir nachhaltig Entlastung für alle Schüler und Lehrer schaffen können. Eine endgültige Positionierung werden wir auf unserem kleinen Parteitag am 7. Dezember vornehmen.

 

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