LPR-Beschluss

Grün – Fit für die Zukunft

Beschluss des Landesparteirats in Mülheim

Die Grünen NRW freuen sich über die außerordentlich positive Mitgliederentwicklung und die guten Umfragewerte und sehen diese als Herausforderung und Selbstverpflichtung, sich engagiert der Aufgabe einer aktiven Grünen Personal- und Organisationsentwicklung anzunehmen, die im Folgenden näher beschrieben wird:

Grün – Fit für 2014

Die Herausforderungen für eine gelungene Personal- und Organisationsentwicklung der kommenden Zeit sind dabei vor allem:

  1. Die gelungene Integration der vielen neuen Mitglieder,
  2. Stärkung der Willkommens- und Partizipationskultur, um (neue) Mitglieder zu binden und ihnen echte Möglichkeiten zum Mitmachen zu bieten.
  3. Reduktion von Austritten. Es ist uns zwar gelungen, die Eintritte maßgeblich zu steigern, aber immer noch verlassen zu viele Menschen unsere Partei, daran müssen wir arbeiten.
  4. Aktive Frauenförderung bleibt ein permanent wichtiges Anliegen. Der Grüne Frauenanteil bleibt seit Jahren konstant bei 38%, beim Eintritt junger Menschen zeigt sich allerdings ein deutliches Übergewicht junger Männer (70%). Die Mitgliederstruktur bildet nicht unsere WählerInnen-Struktur ab, bei der weibliche Wählerinnen deutlich überwiegen.
  5. Nachwuchsförderung ist ein wichtiger Baustein – um attraktiv für junge Mitglieder zu sein, müssen wir unsere Strukturen prüfen und auch neue Angebote und Formate schaffen.
  6. Interkulturelle Öffnung angehen – von einer selbstverständlichen Intergration von Mitgliedern mit Migrationshintergrund in unserer Reihen sowie der Vertretung in Parlamenten kann nach wie vor nicht die Rede sein.

Aufgaben für Grüne Personal- und Organisationsentwicklung auf Landesebene

Der Landesverband soll dabei vor allem drei Stoßrichtungen verfolgen:

  1. Schaffung einer möglichst breiten Struktur von lokalen PersonalentwicklerInnen,
  2. die Weiterentwicklung der Willkommens-, Anerkennungs, Partzipations-Kultur durch Serviceangebote, Projekte und Anregungen sowie
  3. Weiterführung bzw. -entwicklung einzelner Projekte (z.B. Junge-Frauen-Projekt, Forum u35, Neumitgliederseminare etc.). Dabei soll wieder ein „Ratschlag Politische Personalentwicklung“ eingerichtet werden, der den Landesverband begleitet und berät, und der ExpertInnen der verschiedenen Ebene aus der Partei und den parteinahen Institutionen zusammen bringt.

Entscheidend für den Erfolg ist die Personalentwicklung vor Ort

Eine erfolgreiche Personalentwicklung kann nur gelingen, wenn alle Ebenen mitmachen. Essentiell ist dabei die Rolle unserer Orts- und Kreisverbände: Mitglied wird man vor Ort, dort ist in der Regel der Hauptort des persönlichen Engagements. Deswegen muss die Organisations- und Personalentwicklung hier dauerhaft verankert werden. Bei der Mitgliederwerbekampagne „Mit dir wird´s was“ hat sich gezeigt, dass die Erfolge je nach Engagement vor Ort unterschiedlich waren. Es gab auch kein klassisches Stadt-Land-Gefälle: sowohl große Städte als auch kleine Orte haben von den Zuwächsen profitiert, je nach individuellem Einsatz vor Ort.

Erste Maßnahmen für die lokale Personalentwicklung sollten dabei sein:

  • Benennung eineR lokalen PersonalentwicklerIn (am besten im Vorstand, ansonsten aber dort fest angedockt)
  • Eigenes Budget für Personalentwicklung und Fortbildung,
  • Strukturanalyse und Verabschiedung eines örtlichen Aktionsplans.

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