LaVo-Beschluss

Keine Atommüll-Verschieberei von Ahaus nach Russland!

Aufruf zur Anti-Atom-Demo am Sonntag, den 21. November um 14:00 Uhr in Ahaus.

Wir Grüne sind klar gegen die geplanten Atommülltransporte von Ahaus nach Russland. Wir werden alles in unserer Kraft stehende unternehmen, damit diese Transporte nicht stattfinden. Deshalb rufen wir zur Teilnahme zur Demonstration am 21. November in Ahaus auf.

Im Jahr 2005 wurden 18 Castor-Behälter mit Atommüll aus dem sächsischen Forschungszentrum Dresden-Rossendorf ins nordrhein-westfälische Zwischenlager Ahaus transportiert. Aus rein wirtschaftlichen Gründen will das Land Sachsen den Atommüll jetzt aus dem nordrhein-westfälischen Zwischenlager ins russische Majak bringen – in die weltweit verseuchteste Region.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat den Transport bereits genehmigt. Eine internationale Vereinbarung mit Russland ist inzwischen unterschriftsreif. Wir kritisieren ausdrücklich, dass die Bundesregierung durch die unverantwortliche Atommüllverschieberei die Gefährdung tausender Menschenleben und die weitere Verstrahlung der Region Majak in Kauf nimmt. Unsere Solidarität gilt den dort seit Jahrzehnten betroffenen Menschen.

Die geplante Atommüll-Verschieberei von Ahaus nach Russland ist unverantwortbar. Wir fordern die Bundesregierung daher nachdrücklich auf, keine internationalen Vereinbarungen mit Russland zu unterschreiben, die diese Verschieberei ermöglichen. Das Land Sachsen fordern wir auf, den Transportauftrag sofort zurückzunehmen.

Die Bundesregierung sollte endlich realisieren, dass sie gegen die Mehrheit der Menschen in diesem Land handelt. Schwarz-Gelb hat für seinen Pro-Atom-Kurs eben keine Mehrheit in der Bevölkerung – weder für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken noch für internationalen Atommülltourismus.

Wir demonstrieren deshalb mit den Anti-Atom-Initiativen für den Ausstieg aus der Atomkraft, für einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien, für eine räumlich nahe Zwischenlagerung von Atommüll dort, wo er anfällt, und konkret für den Verbleib der 18 Castor-Behälter mit dem Atommüll aus Rossendorf in Ahaus.

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