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Nie wieder Fukushima! – Energiewende jetzt!

Vor zwei Jahren, am 11. März 2011, begann die Atomkatastrophe von Fukushima. Die schrecklichen Bilder vom Erdbeben, vom Tsunami und von den zerstörten Reaktoren gingen um die Welt. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden, weite Landstriche sind radioaktiv verseucht und langfristig unbewohnbar.

Nach Tschernobyl hat Fukushima nochmals gezeigt: Atomkraft ist hochriskant und nicht beherrschbar. Einer aktuellen staatlichen Studie zufolge würde ein GAU in Frankreich den Staat 430 Milliarden Euro kosten und hätte katastrophale Auswirkungen mit hunderttausend Atom-Flüchtlingen und dramatischen Umweltschäden.

In Deutschland sind nach dem GAU in Japan acht von 17 Atomkraftwerken stillgelegt worden. Das letzte AKW wird Ende 2022 vom Netz gehen. Bisher gibt es allerdings keine Ausstiegsvereinbarung für die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau. Sie produziert für viele Atomkraftwerke weltweit den Brennstoff. Der Atomausstieg in Deutschland wird erst dann vollendet sein, wenn auch kein Uran für die Verwendung in Atomkraftwerken mehr angereichert wird, wenn also auch die atomare Produktionskette komplett beendet sein wird. Zu einem konsequenten Atomausstieg gehört für uns NRW-GRÜNE deshalb auch die Schließung der Urananreicherungsanlage in Gronau.

Wir GRÜNEN wollen den Atomausstieg und kämpfen für eine schnelle Energiewende – für eine sichere und klimaverträgliche Energieversorgung mit fairen Energiepreisen und ohne die unbeherrschbaren Risiken der Atomkraft. Die Merkel-Regierung hingegen redet viel von der Energiewende, fährt diese aber vor die Wand, indem sie politisch bremst, blockiert und behindert.

Kurz vor dem Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima, wird es drei für NRW relevante Anti-Atom-Demos geben. In NRW wird die zentrale Demo am 9. März in Gronau sein, um für die konsequente Umsetzung der Energiewende und die Stilllegung der Urananreicherungsanlage zu demonstrieren. Außerdem wird es im 40 Kilometer Umkreis um das niedersächsische AKW Grohnde herum eine Aktions- und Menschenkette geben, die auch durch NRW führt. Am 10. März wird darüber hinaus am maroden Alt-AKW Tihange in Belgien demonstriert. Auch ein Zwischenfall dort hätte katastrophale Auswirkungen für uns in Nordrhein-Westfalen. Die Gefahren der Atomkraft machen nicht an den Grenzen halt.

Wir rufen zur Beteiligung an den drei Demonstrationen in Gronau, Grohnde und Tihange auf, um ein Zeichen des Gedenkens für die Opfer in Japan zu setzen und für den kompletten Atomausstieg zu protestieren: Nie wieder Fukushima! – Energiewende jetzt!

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