Sylvia Löhrmann

Stellvertretende Ministerpräsidentin, Grüne Spitzenkandidatin

Was mich bewegt

Ich bin mit Leib und Seele Grüne und habe meine Entscheidung, mich bei den Grünen zu engagieren, nie bereut. Meine damaligen Motive sind noch heute aktuell – für mich, uns, unsere Gesellschaft:

Frauen und Mädchen sollen die gleichen Chancen haben wie Jungen und Männer. Auch wenn sich in den letzten 30 Jahren einiges bewegt hat, zeigen etwa der Blick in Aufsichtsräte der großen Unternehmen und die gravierenden Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern, wie viel noch zu tun ist.

Ob der Schnelle Brüter im Sinne der Schöpfung sei, fragte schon mein Religionslehrer. Und als ich mich im Rahmen meines Studiums mit dem Widerstand im Wendland auseinandergesetzt habe, war mir schnell klar: Atomkraft, NEIN DANKE!

„Frieden schaffen, ohne Waffen“, dafür war ich nicht nur auf den großen Friedensdemonstrationen in Bonn Anfang der 80er Jahre und beim Krefelder Appell dabei. Bis heute gibt es keine Partei, in der so oft und so intensiv darüber gestritten wird, wie wir diesem Ziel näher kommen können.

Das politische Handwerk habe ich im Solinger Stadtrat gelernt. Als langjährige Kommunalpolitikerin weiß ich, dass Demokratie vor Ort gelebt und gestaltet wird. Wir müssen die kommunale Selbstverwaltung nachhaltig stärken, ansonsten gefährden wir das Fundament der Demokratie.

Seit ich während meines Studiums zum ersten Mal die Arbeit der Bielefelder Laborschule selbst erlebt habe, weiß ich: Eine andere, eine bessere Schule ist möglich. Der Einsatz für eine sozial gerechte und leistungsfähige Schule ist sicher mein größtes Herzensanliegen. Eine Schule, die die unterschiedlichen Potenziale aller Kinder gleichermaßen fördert, ist der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft.