Gentechnik

Düker und Rüße: Protest pflanzen – NRW muss weiter gentechnikfrei bleiben

Die Grünen NRW haben heute in Düsseldorf eine NRW-weite Aktion gegen den drohenden Anbau der Gen-Mais-Sorte 1507 gestartet. Hintergrund ist, dass die Bundesregierung durch ihre Enthaltung im EU-Ministerrat Tür und Tor für den Anbau geöffnet hat. Die EU-Kommission hat bereits ihre geplante Zustimmung zum Anbau auf Europas Äckern signalisiert. Am heutigen Freitag wird im Bundesrat darüber verhandelt, ob ein nationales Anbauverbot geschaffen wird.

„Kanzlerin Merkel hat der Gen-Lobby durch das Abstimmungsverhalten der Bundesregierung einen Blankoscheck erteilt“, erklärt die Vorsitzende der NRW-Grünen Monika Düker, die heute gemeinsam mit dem landwirtschaftspolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, Norwich Rüße, zum Start der Aktionstage natürlichen Mais vor dem Landtag gepflanzt hat.

„Damit ignoriert Merkel, dass eine große Mehrheit der Menschen – fast 90 Prozent – keinen Genmais will. Wir Grüne stehen für Verbraucherschutz und eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Deshalb setzen wir alles daran, die Anpflanzung von Genmais zu verhindern und unterstützen die Bundesratsinitiative NRWs und anderer Bundesländer für ein nationales Anbauverbot (Opt-Out-Regelung). Mit unseren Aktionen wollen wir die Bürgerinnen und Bürger motivieren, ihrer Ablehnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln aktiv Ausdruck zu verleihen. Denn wer natürlichen Bantam-Mais sät, hat ein Recht auf den Schutz der eigenen Pflanze und kann dadurch den Anbau von Gen-mais in seiner Umgebung verhindern. So wollen wir ein deutliches Signal schon jetzt setzen. Denn im nächsten Jahr könnte der Anbau von Genmais möglich sein, sollte sich die Bundesregierung auch dem nationalen Anbauverbot verweigern.

Die in den 1980er Jahren hochgesteckten Erwartungen der grünen Gentechnik haben sich nicht bewahrheitet“, sagt Norwich Rüße. „Weder wurden die Erträge gesteigert noch ließ sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich reduzieren. Stattdessen fördert die Agro-Gentechnik riesige Monokulturen und sorgt damit für eine Verarmung der Vielfalt in den Kulturlandschaften. Allein zum Schutz der Natur ist es deshalb zwingend notwendig, dass die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft gentechnikfrei bleibt.“

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