Geld allein wird den Wald nicht retten

 

Zur Ankündigung von Ministerpräsident Armin Laschet, Waldbesitzer finanziell stärker als bisher bei der Wiederaufforstung zu unterstützen, erklärt Mona Neubaur, Vorsitzende der GRÜNEN NRW:

„Geld allein wird den Wald nicht retten. Wir müssen die Ursache des aktuellen Waldsterbens viel konsequenter und schneller bekämpfen: die Klimakrise. Und wir müssen die NRW-Wälder widerstandsfähiger machen.

Eine überstürzte Wiederaufforstung, finanziert mit Landesgeldern, kann nach hinten losgehen. Denn die Schädlingsplagen der letzten Jahre haben ja gerade gezeigt: Vom Menschen künstlich zusammengestellte Wälder, die vor allem dem schnellen Holzertrag dienen, sind extrem anfällig.

Unsere Wälder brauchen kein schnelles Geld für künstliche Aufforstung, sondern eine Förderung, die den Waldbesitzern Zeit gibt. Zeit dafür abzuwarten, welche Bäume sich in den freien Bereichen von selbst ansiedeln und Zeit, um eine Auswahl von zusätzlichen, vom Menschen gepflanzten Baumarten zu testen. Nur so kann ein Wald entstehen, der in der Klimakrise überlebensfähig ist.

Die Förderrichtlinien müssen außerdem angepasst werden, denn für Besitzer kleinerer Waldgebiete lohnt sich die Antragsstellung aktuell nicht. Und auch Waldbesitzer, deren Bäume noch nicht vom Borkenkäfer zerfressen wurden, sollten Mittel beantragen können, um ihren Wald auf die Klima-Bedrohung umstellen zu können.

Indem die Landesregierung mit absurden Abstandsregeln die Windkraft abwürgt, nimmt sie einigen Waldbesitzern zudem die Möglichkeit, zusätzliche Einnahmen zu generieren – in einer Zeit, in der der Holzmarkt am Boden liegt, ist das ein fatales Signal.

Wir GRÜNEN NRW laden vom 2.-3. Oktober 2019 zum Grünen Waldkongress ein. Anstatt um kurzfristige Symptombekämpfung wird es hier um Problemlösung gehen. Gemeinsam mit lokalen und internationalen Expert*innen stellen wir uns die Frage: Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Waldwirtschaft in Zeiten der Klimakrise? Aktuelle Grüne Positionen werden hier zusammengeführt und erweitert, um Politik für den Zukunftswald zu machen.“

Terminhinweis: Der Grüne Waldkongress findet vom 02. bis 03. Oktober 2019 im Könzgen-Haus in Haltern am See inmitten eines Waldes statt. Sie erhalten die Einladung über unseren Presse-Verteiler.

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