Gleichberechtigung

Gleiche Behandlung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt durchsetzen

Am Freitag, 8. März, wird zum 102. Mal der Internationale Frauentag begangen. „Trotz aller Erfolge der Frauenbewegung gibt es gerade auf dem Arbeitsmarkt noch große Unterschiede zwischen den Geschlechtern“, erklären Sven Lehmann, Vorsitzender der NRW-Grünen, und Ulle Schauws, frauenpolitische Sprecherin des Landesverbandes:

„Arbeit, Einkommen und Einfluss sind noch lange nicht gerecht verteilt. So waren in NRW im Jahr 2010 nur zwei Drittel der Frauen erwerbstätig, jede zweite abhängig beschäftigte Frau arbeitete in Teilzeit, jede Dritte im Niedriglohnbereich. Diese ernüchternden Zahlen belegen beispielhaft das Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt. Steuern wir nicht um, ist ein Anstieg der Altersarmut von Frauen vorprogrammiert. Deshalb treten wir Grüne für ein Entgeltgleichheitsgesetz ein, um gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit durchzusetzen, einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und die Überwindung der Minijobs. Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft muss den sich abzeichnenden Trend zur Befristung bei Neueinstellungen – hier liegen die Frauen mit 49% leicht über den Männern mit 42%  – stoppen. Unser Ziel ist die eigenständige Existenzsicherung. Dazu braucht es neben geschlechtergerechten Strukturen in der Erwerbsarbeit auch eine Überwindung der Bedarfsgemeinschaften in der Sozialhilfe.“

ULLE SCHAUWS

„Gleiche Rechte und Pflichten nutzen auch den Männern. Immer mehr Männer tun sich schwer damit, in die Rolle des Haupternährers gedrängt zu werden, die der Arbeitsmarkt für sie vorsieht. Mannsein ist mehr als Job und Karriere. Warum sollen nicht auch mehr Männer in Elternzeit gehen oder Teilzeit arbeiten können? Ziel Grüner Geschlechterpolitik ist es, gleiche Rechte und Pflichten durchzusetzen. Deswegen unterstützen wir Grünen Männer die Forderungen des Internationalen Frauentages.“

SVEN LEHMANN

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