Zur heutigen Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln, die Klage des BUND gegen die Zerstörung des Hambacher Waldes abzuweisen, erklärt Mona Neubaur, Vorsitzende der GRÜNEN NRW:
„Wir bedauern dieses Urteil zutiefst. Jetzt droht den letzten Resten des Hambacher Waldes die unwiederbringliche Zerstörung. Schon während des Prozesses hat der Richter RWE darauf hingewiesen, dass der Kohleausstieg kommt und ein Abbaggern des Hambacher Waldes deshalb unnötig ist. RWE und die Landesregierung haben sich auf den vom Richter deshalb vorgeschlagenen Vergleich nicht eingelassen und das heutige Urteil erwirkt.
An den Fakten ändert das jedoch nichts: Beim Kohleausstieg geht es nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie. Wir appellieren eindringlich an RWE, die Rodungen im Hambacher Wald mindestens so lange auszusetzen, bis das heutige Urteil Rechtskraft erlangt. So könnte der Konzern ein kurzfristiges Signal der Deeskalation in die Region senden.
An unserer Forderung, die Rodung des Hambacher Waldes grundsätzlich zu überdenken, halten wir auch nach dem heutigen Richterspruch fest. Es ist an der Zeit, sich mit Blick auf den nahenden Kohleausstieg ehrlich zu machen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und nicht alles dem Gewinnstreben unterzuordnen. Auf die Zerstörung des Hambacher Waldes zu verzichten, wäre für RWE keine Gefahr, sondern eine Chance, sich zukunftsfähig aufzustellen.”
Neuste Artikel
Grüne in Verantwortung
NRW senkt Treibhausgas-Emissionen um die Hälfte
Nordrhein-Westfalen hat den Ausstoß von Treibhausgasen seit 1990 mehr als halbiert. Allein im vergangenen Jahr gingen die Emissionen des klimaschädlichen Gases um vier Prozent zurück. Damit liegt NRW deutlich vor dem Bundesschnitt. Bundesweit gingen die Treibhausgase nur um 48 Prozent zurück. Den stärksten Rückgang in NRW verzeichnet die Energiewirtschaft. Dafür sorgten insbesondere eine geringere Strom-…
Braunkohle Kohle Kohleausstieg rheinisches Revier
Fragen und Antworten zum Kohleausstieg in NRW
Wie kam es zum vorgezogenen Kohleausstieg 2030 in NRW? Kohlestrom ist teuer, ineffizient und extrem klimaschädlich. Nach der Landtagswahl im Mai 2022 haben sich GRÜNE und CDU deshalb im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, den Kohleausstieg um acht Jahre – auf das Jahr 2030 – vorzuziehen. Bund, Land und der Energieversorger RWE haben daraufhin eine entsprechende Vereinbarung…
LaVo-Beschluss
Klimaschutz und Klimaanpassung bedeuten Menschenschutz
Beschluss des Landesvorstandes vom 3 . September 2026 Die Klimakrise trifft uns mit voller Wucht, mitten in Nordrhein-Westfalen. Hitzewellen, Dürren und Brände haben uns in den vergangenen Wochen eindringlich vor Augen geführt, wie gefährlich die Folgen der Klimakrise für unser Land bereits heute sind. Diese Folgen sind nicht mehr abstrakt, sondern brutal konkret. Mehr als…
Ähnliche Artikel