Zu den heutigen Ankündigungen des Vorstands der thyssenkrupp Steel Europe AG sagen Yazgülü Zeybek und Tim Achtermeyer, Landesvorsitzende der GRÜNEN NRW:
„Die Ankündigungen zum Stellenabbau erschüttern uns. Sie sind ein harter Schlag für die Beschäftigten bei Thyssenkrupp, für die Stahlproduktion in Nordrhein-Westfalen und für unser Land. Stahl gehört zu unserer Identität in Nordrhein-Westfalen und ist die Stütze unserer Industrie. Doch weltweite Überproduktion und sinkende Preise, vor allem durch die Konkurrenz aus Asien, machen unserer Industrie enorm zu schaffen. Mit der klimaneutralen Transformation der Stahlproduktion könnte Thyssenkrupp einen Wettbewerbsvorteil schaffen und sich von steigenden Preisen fossiler Energien unabhängig machen. Dafür braucht es jetzt ein Bekenntnis der Unternehmensführung zum Stahlstandort-Duisburg. Land und Bund haben dieses Bekenntnis immer wieder gegeben – für die Beschäftigten, für NRW und für die wirtschaftliche Zukunft des Landes. Thyssenkrupp erhält die größte Einzelsubvention des Landes für die Direktreduktionsanlage zur Produktion von grünem Stahl. Die staatliche Unterstützung für grünen Stahl ist aber kein Blankoscheck für das Management. Es braucht jetzt gemeinsame Verhandlungen auf Augenhöhe mit den Beschäftigten, um eine Zukunft für die Stahlindustrie zu sichern, keine Basta-Politik vom Management. Thyssenkrupp hat erklärt, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen vornehmen wird. Daran wird sich das Management messen lassen müssen.“
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