Sven Lehmann

Sven Lehmann

Landesvorsitzender

Grüner mit Herz und Verstand, Kölner, Rheinländer, Europäer, Weltverbesserer, Träumer und Idealist, Hedonist, Feminist und vieles mehr.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW
z.Hd. Sven Lehmann
Oststr. 41-43
40211 Düsseldorf

Über Sven

Ich bin Grüner mit Herz und Verstand, Kölner, Rheinländer, Europäer, Weltverbesserer, Träumer und Idealist, Hedonist, Feminist und vieles mehr. Ich möchte mich Debatten stellen und über Diskurse Wahrheiten finden. Denkverbote sind für mich tabu.

Grün mit Herz und Verstand

Seit 1999 engagiere ich mich bei Bündnis 90/Die Grünen. Die Grünen – mit ihrer spannenden Ursprungsgeschichte aus Umwelt-, Friedens- und Frauenbewegung – waren und sind für mich noch immer anders als die anderen Parteien. Die Partei verbindet den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen mit der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe für Alle, Gewaltfreiheit und Basisdemokratie – und das Ganze streitbar und mit Lust zur Debatte.

Wichtige Werte waren und sind für mich Gleiche Rechte für jeden Menschen, Gewaltfreiheit, Solidarität und Weltoffenheit. Mein Verhältnis zu den Grünen ist kritisch-solidarisch: Ich war und bin nicht immer mit jeder Entscheidung meiner Partei einverstanden und sage dies auch offen. Denn Streit und Auseinandersetzungen bringen sowohl eine Organisation als auch einen selbst voran – wenn er mit Respekt vor der anderen Meinung ausgetragen wird. So halte ich es grundsätzlich auch mit politischen KonkurrentInnen: hart in der Sache, aber fair und mit Respekt im Umgang. Ich glaube, dass nur so eine demokratische, pluralistische Gesellschaft das hohe Gut der Meinungsvielfalt hochhalten kann.

Teilhaben, Teil sein

Schon seit meiner Kindheit habe ich ein hohes Gerechtigkeitsempfinden. Mich bedrücken und empören Armut, soziale Ungleichheit und Diskriminierung. Mich bedrückt es, wenn Menschen sich anmaßen, über andere Menschen zu urteilen, diese auszugrenzen oder ihnen Rechte abzuerkennen. Daher setze ich mich für eine soziale Gesellschaft ein, für die es selbstverständlich ist, dass jeder Mensch gleiche Rechte hat – und jeder Mensch am öffentlichen Leben teilhaben kann. Ganz zentral ist dabei der Zugang zu Bildung, der Schlüssel für jeden Menschen, selbstbestimmt zu leben. Ich arbeite für ein Menschenrecht auf Bildung für jedes Kind von Anfang an, von der Kita, über eine Schule für Alle bis zur Hochschule ohne Zugangshürden wie Studiengebühren. Bildung ist die wichtigste Ressource, die wir haben und die wir nachfolgenden Generationen mitgeben können.

Neben Bildungsgerechtigkeit setze ich mich für Teilhabe und Freiheit an. Konkret bin ich Anhänger der Idee einer garantierten Existenzsicherung für jeden Menschen, die Teilhabe ermöglicht und jedem individuell zusteht. Das Ende der Abhängigkeit von klassischer Lohnarbeit würde ein enormes Potenzial freisetzen, Arbeit mit Zukunft schaffen, die Abhängigkeit von Arbeitgebern beenden und ein neues Menschenrecht definieren. Noch ist die Idee gesellschaftlich sehr am Anfang, aber „nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ (Victor Hugo)

Vielfalt macht reich

Ich bin groß geworden in einer Kultur, in denen Lebensverhältnisse normiert wurden: Die Art sich zu kleiden, zu lieben, zu leben, sich zu verhalten war irgendwie gesellschaftlich vorgegeben. So oder so ähnlich ging oder geht es vielen. Dabei sind Selbstbestimmung und Vielfalt bereichernd und unverzichtbar für eine spannende Gesellschaft. Ich werbe nicht nur für die Akzeptanz jedes Lebensentwurfes, sondern arbeite seit Jahren dafür, dass politisch diese Vielfalt auch gefördert wird: durch die Möglichkeit von „Familienverträgen“ für so genannte „alternative Familienformen“, durch gleiche Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender, durch die Streichung der Ehe-Privilegien, durch gleiche Rechte für Menschen mit Migrationshintergrund und wirksamen Diskriminierungsschutz. Eine bunte, vielfältige Gesellschaft ist für mich alternativlos.

Love me, Gender!

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht.“ – Der große Satz von Simone de Beauvoir gilt natürlich ebenso für Männer. Für mich ist Geschlecht („Gender“) ein soziales Konstrukt, von früher Kindheit an werden Mädchen und Jungen in rosa/blau-Schubladen gesteckt und damit ihrer freien Entwicklung beraubt. Ich setze mich als männlicher Feminist für gleiche Rechte und Pflichten zwischen den Geschlechtern ein. Was banal klingt, ist leider noch immer eine der größten Herausforderungen dieser Zeit: Lohnungleichheit, Gewalt in Beziehungen, Diskriminierung in Sprache, Musik und Werbung – der Kampf für Geschlechtergerechtigkeit ist ein vermintes Gelände. Gerade Männern täte es aber gut, Macht zu teilen. Ich trete für ein neues Männlichkeitsbild ein. „Neue Männer braucht das Land“ – den Songtext von Ina Deter aus der Neuen Frauenbewegung würde ich gerne sehr bald modernisieren: „Neue Männer hat das Land.“

Europa – In Vielfalt geeint

E pluribus unum – In Vielfalt geeint. Der Leitsatz der Europäischen Union spricht für sich. Seit Gründung der ersten Europäischen Gemeinschaften in den 1950er Jahren blickt der europäische Kontinent auf die längste Friedensphase seiner Geschichte zurück. Die EU ist ein Friedensprojekt. Sie steht aber gerade heute vor gewaltigen Herausforderungen, die Europa nur vereint lösen kann: Wird Europa Vorreiterin bei der Bekämpfung des Klimawandels sein? Wird Europa Gewaltfreiheit und Menschenrechte nach innen und außen zur Maxime ihrer Politik machen? Wird Europa ein soziales Europa – und nicht nur eins, das sich auf einen gemeinsamen Markt beschränkt? Wird Europa demokratischer und transparenter? Ein kritischer Blick auf die EU ist angebracht, aber die Vereinigung der europäischen Staaten unter dem Dach der EU ist eine große Errungenschaft, die wir weiterentwickeln müssen. Ein großer Vordenker des europäischen Föderalismus, Altiero Spinelli, sagte eins: „Der Nationalstaat ist illegitim, denn er ist gegen das europäische Volk gerichtet.“ In der Tat, wir brauchen neue Formen des Regierens und der Staatlichkeit in einem vereinten Europa. Auch hier muss gelten: Keine Denkverbote!

Köln – Du bes die Stadt!

Köln, meine Heimat seit mittlerweile einigen Jahren, ist meine Lebensader. Von vielen als provinziell verspottet, vereint diese Stadt für mich multi-Kulturelles: architektonisch und städtebaulich ein Monstrum, vom Lebensgefühl her ein stets offenes Tor, Metropole für Hedonismus und Lebensfreude. Köln hat Herz und macht Fremde schnell zu Dazugehörigen. Ich liebe gerade die vielfältigen Facetten der Stadt: das Provinzielle und Gemütliche des rheinischen Karnevals, die Medien-Metropole, der Rhein mit seiner langen Geschichte, die Herzkammern des links-alternativen Lebens in der Südstadt (früher) und Ehrenfeld (heute), das satte Grün und Bunt der Flora, die größte Universität des Landes, die spannenden Menschen im Belgischen Viertel und auf der Aachener Straße und und und. Köln lebt laut und rasant und hat trotzdem immer ein Plätzchen zum Ausruhen. Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein.

Art de vivre

Was wäre das Leben ohne Genuss, Essen, Musik und Kultur? Zu einer guten Life-Balance gehört für mich all dies dazu, auch wenn es manchmal in der Schnelligkeit des Alltags etwas zu kurz kommt. Ich habe eine Schwäche für französische Chansons und die Nostalgie, die ich mit vielen Aufenthalten in Frankreich verbinde. Schwach werde ich auch bei François Ozon, dessen Filme die ganze Breite der menschlichen Existenz ansprechen. Ich diskutiere gerne leidenschaftlich über Literatur und Zeitgeist-Themen, bekoche dazu noch lieber größere Runden in meiner Kölner Wohnung und tanze mit Vorliebe zu Crossover-Klängen: 70s Disco-Sound, Schlager, Polit-Songs der 80er, Alternative Rock oder klassichem Pop. Überrascht bin ich übrigens immer wieder von so mancher Tiefgründigkeit meiner absoluten Lieblingsserie „Sex and the City“, deren mehrstündiges Betrachten bei Wein und Schokolade die höchste Form der Entspannung ist!

Biografie

Seit 2006 bin ich Mitglied im Landesvorstand der Grünen in Nordrhein-Westfalen und arbeite dort vor allem zu den Themen Kinder und Familien, Sozialpolitik, Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und Europa. Kurzum: Ich engagiere mich für eine gerechte, solidarische, weltoffene und nachhaltige Gesellschaft.

Politisches

Seit meiner Kindheit und Jugend bin ich den unterschiedlichsten Zusammenhängen aktiv gewesen: von der katholischen Gemeindearbeit in meinem Geburtsort Troisdorf-Spich über schulische SV-Arbeit bis hin zu Aktivitäten in der Friedensbewegung in Deutschland und Frankreich gegen die Kriege in Afghanistan und Irak. 1999 bin ich bei den Grünen eingetreten und habe für meine Heimatstadt Troisdorf gearbeitet: als Mitglied im Vorstand der Troisdorfer Grünen, als Pressesprecher der Stadtratsfraktion und vor allem als Mitglied im städtischen Sozialausschuss. Für die städtische Drogenberatungsstelle, für ein islamisches Gräberfeld auf dem städtischen Friedhof, Veranstaltungen zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft oder gegen die Betonierung städtischer Freiflächen: die Zeit in der aktiven Kommunalpolitik war spannend und vielfältig.

Für ein Grünes NRW

Die bis jetzt prägendste politische Zeit verbrachte ich ab 2001 in der GRÜNEN JUGEND NRW, der Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen im größten Bundesland. Seiner Zeit mit etwa 700 Mitgliedern in NRW noch ein zartes Pflänzchen, zählt die GJ mittlerweile über 2.500 Mitglieder. 2001 wurde ich in den Landesvorstand gewählt und habe zusammen mit vielen engagierten Junggrünen und anderen Verbänden Kampagnen initiiert, Demos vorbereitet und in etlichen Seminaren, Workshops und Kongressen Ideen für eine bessere Welt entwickelt. Mein Schwerpunkt – gerade in der Debatte nach den PISA-Studien – lag eindeutig in der Bildungspolitik, gegen die Einführung jeder Art von Studiengebühren und für mehr Mitbestimmung von Jugendlichen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Die Grüne Jugend ist seit dieser Zeit eng mit meiner politischen Arbeit verbunden und wird es immer bleiben. Die Verbindung von radikaler Gesellschaftskritik mit politischen Visionen und Bewusstseinsveränderung bestimmt bis heute mein politisches Konzept.

2006 – nach dem Verlust der Regierungsmehrheiten in Bund und Land – wurde ich Mitglied des Landesvorstandes der NRW-Grünen. Opposition bedeutete für uns, wieder neue Aktionsformen auf der Straße auszuprobieren und programmatische Debatten anzustoßen. Wichtig war mir dabei immer die Förderung von Gerechtigkeit und Vielfalt in der Bildungs-, Sozial- und Familienpolitik. Mit Instrumenten gegen Kinderarmut in Form von Kindergrundsicherung und einer Kita als Regeleinrichtung im Bildungssystem stehen wir am Anfang einer innerparteilichen Diskussion, ebenso mit dem Instrument „Familienvertrag“, das allen Familienformen und Lebensentwürfen Förderung und Rechtssicherheit geben soll. Diese Diskussionen werden weitergehen.

Studium und Beruf

Nach dem Abitur 1999 hat es mich zunächst in die „schönen Künste“ gezogen und ich habe angefangen, Germanistik, Romanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften zu studieren. Relativ schnell wechselte ich dann aber doch ins Politisch-Soziale – auch wissenschaftlich. An der Universität zu Köln habe ich Politische Wissenschaften, Pädagogik und Französisch studiert und 2006 als M.A. (Magister Artium) abgeschlossen. Schwerpunkt meines Studiums war das Politische System der Europäischen Union und der EU-Verfassungsvertrag, um den auch meine Examensarbeit kreiste. 2002/2003 konnte ich als Stipendiat der Französischen Regierung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ein wunderbares Studienjahr in Aix-ex-Provence im Süden Frankreichs verbringen, das mich sehr geprägt hat – und meine Begeisterung für Europäische Integration und Frankreich im speziellen auch praktisch genährt hat.

Nach dem Studium habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Kerstin Müller MdB – damals Staatsministerin im Auswärtigen Amt – deren Wahlkreisbüro in Köln geleitet. 2007 folgte dann der Schritt in die kommunale Verwaltungspraxis: als Trainee beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) habe ich einen breiten Einblick in regionale Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung bekommen – der LVR ist der regionale Dienstleister der Städte, Gemeinden und Kreise im Rheinland in den Bereichen Soziales, Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheit und regionale Kulturförderung. Seit 2009 koordiniere ich dort als Personalentwickler u.a. das Betriebliche Gesundheitsmanagement.

Politische Vita in aller Kürze

  • Seit 2010 – Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen
  • Seit 2006 – Mitglied im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen
  • 2010 – Gründungsmitglied des „Institut Solidarische Moderne e.V.“
  • 2005/2006 – Mitglied im Landesvorstand der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) NRW
  • Seit 2005 – Mitglied im Kuratorium der „Stiftung Leuchtfeuer“ zur Förderung von Bildung und Erziehung
  • 2002-2005 – Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW
  • 2001/2002 – Mitglied im Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND NRW
  • 1999-2002 – Kommunalpolitik in Troisdorf, u.a. Mitglied im Grünen Ortsvorstand, Pressesprecher der Stadtratsfraktion und Mitglied im städtischen Sozialausschuss