„Kultur im Bürgerkiez“ – das ist das Motto der Weberei in Gütersloh. Das Angebot des soziokulturellen Zentrums richtet sich an jung und alt, an alle Menschen, die in Gütersloh leben.
Die Weberei in Gütersloh bietet ein Rundum-sorglos-Packet für die Freizeitgestaltung: In dem Bürgerzentrum, dass ein Bistro und den drei Veranstaltungsräumen umfasst, kann man Lesungen, Comedyshows, Theateraufführungen, Konzerte oder Parties besuchen. Oder man bucht einen Kurs im kreativen Schreiben, oder geht Schachspielen oder guckt Fußball im Biergarten. Und ja, kostenloses W-LAN gibt es hier auch – betrieben von den Gütersloher Freifunker*innen. Und neben dem Bürgerzentrum sind auf dem Fabrikgelände auch ein Kino und der Jugendtreff Bauteil5 beheimatet.
Unbegrenzte Möglichkeiten
Die Möglichkeiten, in der Weberei etwas zu unternehmen sind quasi unbegrenzt. Für alle Interessen gibt es hier etwas. Und für alle Gütersloher – denn dem Team der Weberei ist es wichtig, allen Menschen entsprechende Angebote zu machen: „Es ist unsere Aufgabe, alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht oder Benachteiligungen, zusammenzubringen. Sonst wären wir ja kein Bürgerkiez“, beschreibt Laura Jander vom Team der Weberei Gütersloh die Idee, die dem Zentrum zugrunde liegt.
Dabei kann die Weberei auf mehr als dreißigjährige Geschichte zurückblicken: Nach der Schließung der alten Weberei entstand 1979 ein Aktionskomitee, das das alte Gebäude vor dem Abriss bewahren wollte. Das Argument: Gütersloh fehlt es an Räumen für soziale und kulturelle Angebote. Nachdem die Stadt überzeugt war, öffnete die neue Weberei 1984 ihre Pforten.
Seitdem hat sich viel getan in den Gebäuden, aber der Anspruch bleibt: Allen Bürgerinnen und Bürgern in Gütersloh einen bunten Strauß an Veranstaltungen und Angeboten zu bieten. Ein Beispiel ist der Para-Dance, eine Disco, „nicht nur für Menschen mit Behinderung“. Im Laufe der Zeit ist er zu einer festen Institution der Weberei geworden – und stößt auf entsprechende Resonanz: „Es kommen eigentlich immer so um die 150 Menschen“, erzählt Jander.
Schlachtertango und Jugendkultur
Ein anderes Beispiel ist das Theaterstück „Schlachtertango“, mit dem sich die Weberei an „Gütersloh verliebt sich“ beteiligt, der ersten Aktionswoche gegen Homophobie. Das Stück handelt vom Bielefelder Ludwig M., der 1936 wegen seiner Homosexualität verhaftet wird, zwei Konzentrationslager überlebt und in den 50er Jahren in Hannover das erste Schwulenlokal eröffnet – am Rande der Legalität.
„Es ist uns wichtig, dass so etwas hier auch stattfindet“, sagt Laura Jander. Aus diesem Grund arbeitet die Weberei auch mit externen Gruppen, Vereinen und Initiativen zusammen – stellt Räume bereit, leistet Unterstützung. Am Weltfrauentag etwa fand ein internationales Frauenfrühstück statt, für den 20. Juni organisiert der Jugendtreff Bauteil 5 auf dem Gelände ein Jugendkulturfestival in Zusammenarbeit mit dem Team der Weberei. Bei so viel unterschiedlichem Programm gibt es eigentlich nur ein Wort, das das Angebot der Weberei zutreffend beschreibt: vielfältig.
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