„Jeder Mensch ist einzigartig. Das ist ein Vorteil, für jeden individuell aber auch für Unternehmen“, davon ist die Metro Group überzeugt und macht den Angestellten entsprechende Angebote – Kinderfreizeit, Elder Care und Mitarbeiternetzwerke inklusive.
Internationaler geht’s kaum: In 30 Ländern ist die Metro Group aktiv, allein in Deutschland arbeiten Menschen aus rund 130 Ländern für den Konzern. 20 Prozent dieser Mitarbeiter*innen sind über 50, der Schwerbehindertenanteil liegt bei über fünf Prozent – Alles eine klare Bereicherung, meint nicht nur der Vorstand.
Drei Vorteile
Für Andrea Schmitz, Head of Employer Branding, Inclusion & Diversity, sind es vor allem drei K’s, weshalb sich das Unternehmen für die Vielfalt in seiner Belegschaft einsetzt: „Kollegen, Kunden und (Unternehmens-)kultur“.
„Für die Mitarbeiter ist es natürlich spannend, mit unterschiedlichen Kollegen zusammen zu arbeiten, sich auszutauschen und neue Erfahrungen zu sammeln“, so die 34-jährige. Davon profitieren zugleich die Kunden, deren Ansprüche immer vielfältiger werden. Denn „gemischte Teams arbeiten kreativer, unterschiedliche Menschen können die Bedürfnisse der Kunden besser nachvollziehen“, erklärt Schmitz. Und die Unternehmenskultur? „Immer mehr Menschen wird es wichtiger, für wen sie tätig sind“, berichtet sie von ihrer Erfahrung als Personalerin. Da hilft es, wenn man sich als moderner Arbeitgeber präsentieren kann.
Vielfalt international
Je nach Land unterscheidet sich der Schwerpunkt des „Inclusion & Diversity“-Managements enorm – neben kulturellen Unterschieden spielen zum Beispiel gesetzliche Vorgaben und demographische Entwicklungen eine große Rolle: In Deutschland etwa ist Frauenförderung nach wie vor ein großes Thema, weiß Andrea Schmitz. In Frankreich und Spanien dagegen spielt, auch aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen, die Inklusion von behinderten Mitarbeiter*innen eine wesentlich größere Rolle.
In China dagegen ist die besondere Demographie mit vielen jungen und wechselfreudigen Arbeitnehmer*innen eine große Herausforderung. Das alles zentral in Düsseldorf zu managen, ist unmöglich. „Die Herausforderungen müssen vor Ort angegangen werden, wir unterstützen die Kollegen dabei, koordinieren und leisten Hilfestellung“, erzählt Schmitz.
LGBT und Familienfreundlichkeit
Ebenfalls unterstützt werden die Netzwerke, die von Mitarbeiter*innen gegründet werden – etwa die „Women in Trade“, oder das LGBT-Netzwerk. „Wir freuen uns über solche Initiativen“, so Andrea Schmitz. „Denn sie sind ja auch eine Art Sprachrohr für die Bedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen“. Das wirkt: Letztes Jahr war die Metro mit einem eigenen Wagen der Mitarbeiter*innen auf dem CSD in Köln vertreten – das soll dieses Jahr wiederholt werden.
Daneben bietet die Metro verschiedene Initiativen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie – etwa flexible Arbeitszeitmodelle oder Kinderbetreuung: „Wir haben drei Betriebskindergärten und bieten auf dem Campus in Düsseldorf eine Ferienfreizeit an“, erzählt Schmitz. „Denn wir können nicht davon ausgehen, dass sich die Eltern immer frei nehmen können, wenn die Kleinen Ferien haben“. Ein ähnliches Angebot gibt es für Mitarbeiter*innen, die sich um Angehörige kümmern müssen: „Mit unserem Elder Care-Konzept haben unsere Mitarbeiter immer Zugriff auf die fachliche Expertise des deutschen Pflegerings“, so Schmitz.
„Klar ist das ein großer Aufwand“, sagt sie. Aber einer der sich lohnt: „Jeder von uns ist vielfältig – auf die eine oder andere Art und Weise. Und jeder von uns will doch bei seiner Arbeit wertgeschätzt werden – unabhängig von unseren Unterschieden“.
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