Grüne in Verantwortung

Mona Neubaur will Mutterschutz für Selbstständige

Wer angestellt ist und ein Kind bekommt, hat Anspruch auf gesetzlichen Mutterschutz. Für Selbstständige gilt das bislang nicht. „Selbstständige Mütter halten jeden Tag Betriebe am Laufen, sichern Arbeitsplätze und tragen Verantwortung. Und dann werden sie schwanger und fallen durchs Netz. Das ist nicht gerecht und es ist vor allem ökonomischer Unsinn,“ sagt NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur. Sie möchte das ändern und setzt sich deshalb für einen fairen Mutterschutz ein – auch für Selbstständige.

Das NRW-Wirtschaftsministerium hat ein konkretes Umsetzungskonzept erstellt, wie der Mutterschutz für Selbstständige umgesetzt werden könnte. Vorgesehen sind eine Einmalzahlung, um das fehlende Einkommen im Mutterschutz aufzufangen, eine vollständige Aufstockung des Nettoeinkommens sowie Unterstützung bei der Finanzierung einer Vertretung, damit Betriebe während der Abwesenheit weitergeführt werden können.

Die Bundesregierung hatte Änderungen beim Mutterschutz für Selbstständige in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt – passiert ist bislang jedoch nichts. Durch die Initiative aus Nordrhein-Westfalen liegt nun ein konkreter Vorschlag vor, der sofort umgesetzt werden könnte.

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