Die Mieten steigen exorbitant, die Preise für Grund und Boden vervielfachen sich, gleichzeitig ändern sich die Zusammensetzung der Bewohner*innen in vielen Stadtvierteln und Dörfern. Wie wir in NRW wohnen, wird für immer mehr Menschen zu der entscheidenden sozialen Frage. GRÜNE kümmern sich ums Thema Wohnen.
Dabei sind die Herausforderungen groß: Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum, wie werden Innenstädte und Dorfkerne lebenswerter, wie müssen Gebäude gebaut sein, um der Klimakrise zu trotzen?
Zu dieser und anderen Fragen werfen unsere Landesvorsitzende Mona Neubaur und unser Fraktionsvorsitzender Arndt Klocke derzeit bei ihrer „Wie wollen wir wohnen?“-Tour einen Blick in die Praxis. Sie besuchen Firmen, Projekte und engagierte Menschen, um mit ihnen und vor Ort über spannende Lösungen für die Herausforderungen beim Thema Wohnen zu sprechen.
Hier die Stationen der Tour:
- Alte Menage, Hilchenbach (Vortrag von Frank Luschei, Uni Siegen)
- Köln, GAG, Denkmalgeschützte Siedlungen
- Wohngebäude für Studierende, Auszubildende, Rentner und Flüchtlinge von Variowohnen in Bochum
- Plusenergiehaus, Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop mbH in Bottrop
- Köln, Besuch Clouth-Gelände inkl. Wohngruppen
- Quartier Pennefeld, VEBOWAG in Bonn
- Düsseldorf:
– ehemalige Glashütte Gerresheim
– Projekte der DWG
– Quellenbusch, QBUS - Besuch der Stadtwerke Düsseldorf
- Besuch Wohnungsgenossenschaft Freie Scholle in Bielefeld und Gespräch “Jung kauft Alt” in Hiddenhausen beim Bürgermeister
- Studentisches Wohnen in Münster
Weitreichender Antrag beschlossen
Auf unserem Landesparteitag 2018 haben wir wichtige Forderungen zum Wohnen in einem umfangreichen Antrag beschlossen. Hier die wichtigsten Punkte daraus:
- Zusätzliche Mittel des Landes durch Neuregelung des Länderfinanzausgleichs (ca. 1,4 Mrd. Euro) werden voranging für sozialen Wohnungsbau eingesetzt.
- Mindestens 30% der neu zu errichtenden Wohnflächen müssen sozial geförderter Wohnungsbau sein, die Kommunen müssen mit gutem Beispiel voran gehen und bei Neubaugebieten 60% sozial geförderten oder förderfähigen Wohnungsbau ausweisen.
- Innovationen fördern, etwa wenn Discounter Wohnungen über ihren Märkten bauen wollen.
- Aktiv gegen Spekulanten: Auch auf so gennate „Share Deals“ muss Grunderwebssteuer gezahlt werden; um kriminelle Machenschaften zu verhindern braucht es ein neues Katatstergesetz für Transparenz bei den Eigentumsverhältnissen.
- Flächenschonendes Bauen stärker fördern, Unterstützung für Kommunen bei der Reaktivierung von Brachflächen.
- Mieter müssen vor immer weiter steigenden Mieten geschützt werden, etwa durch eine konsequent angewandte Mietpreisbremse und – falls nötig – Verschärfungen.
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