Wann? Samstag, 30. Mai 2026 von 10:30-16:00 Uhr
gestalten.
Programm
Programm
10.30 – 11:00 Uhr Ankommen
11.00 – 11.15 Uhr Begrüßung
11.15 – 11.30 Uhr Grußwort Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend, Frauen, Gleichstellung, Flucht und Integration
11.30 – 12.30 Uhr Podium „Frauen stärken Frauen“
Frauen unterstützen einander auf ganz unterschiedlichen Wegen – laut und sichtbar, organisiert und solidarisch, oder im Alltag ganz konkret vor Ort. In diesem Podium möchten wir mit Frauen ins Gespräch kommen, die genau das tun: andere Frauen stärken, ihnen eine Stimme geben oder ihnen ganz praktisch zur Seite stehen. Mit dabei ist Leonie Löwenherz, die über ihren Instagram-Kanal frauloewenherz.de gesellschaftliche Themen anspricht und ihre Reichweite nutzt, um online für die Belange von Frauen und der LGBTQIA*-Community einzustehen. Behshid Najafi hat vor über die 30 Jahren in Köln agisra e.V mit aufgebaut, eine autonome Beratungsstelle von und für Migrantinnen*, geflüchtete Frauen* und Schwarze Frauen*. Ihre Arbeit macht deutlich, wie wichtig solidarische Unterstützungsstrukturen im Alltag sind. Ergänzt wird das Podium durch eine Stimme aus feministischer Zivilgesellschaft und Community-Arbeit.
Gemeinsam wollen wir darüber sprechen, was Frauen dazu bewegt, andere Frauen zu unterstützen, welche Formen von Solidarität heute besonders wichtig sind – und wie gegenseitige Stärkung gesellschaftliche Veränderungen anstoßen kann.
12.30 – 13.30 Uhr Essen/Markt der Möglichkeiten
13.30 – 14.30 Uhr Workshop Phase I
14.30 – 15.30 Uhr Workshop Phase II
15.30 – 16.00 Uhr Abschluss
Anreise, Barrierefreiheit, Einlass, Speisen und Getränke
Anreise
Adresse: Gesamtschule Globus am Dellplatz, Gottfried-Könzgen-Straße 3, 47051 Duisburg
mit dem ÖPNV: Entweder: ab Duisburg Hbf mit der Straßenbahn 903 (Richtung “Rheintörchenstraße/Mannesmann Tor”) oder der U-Bahn U79 (Richtung “Uni Ost/Botanischer Garten Düsseldorf”) bis zur Haltestelle Steinsche Gasse fahren. Von dort zu Fuß noch etwa 6 Minuten über Sonnenwall und Musfeldstraße zur Gesamtschule Globus.
Oder: ab Duisburg Hbf mit den Bus-Linien 933,926,928,SB30 bis zur Haltestelle Friedrich-Wilhelm-Platz fahren und von dort ungefähr 6 Minuten (500m) zu Fuß (An d. Bleek / Goldstraße, Musfeldstraße) zur Gesamtschule Globus.
zu Fuß: ab Duisburg Hbf ist die Gesamtschule Globus über die Güntherstraße und die Realschulstraße in ca. 25 Minuten (1,6km) zu erreichen.
mit dem PkW: Es gibt einen kostenfreien Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Schule (Parkplatz Pappendelle) sowie ein Parkhaus in der Wallstraße (in direkter Nähe zum Dellplatz). Bitte bildet nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften, solltet ihr mit dem Auto anreisen.
Barrierefreiheit
Das Gebäude barrierefrei zugänglich für Menschen im Rollstuhl oder Menschen mit Gehbeeinträchtigungen. Der Eingang ist ebenerdig. Wir werden die gemeinsamen Veranstaltungen mit Mikrofonen für die Redner*innen verstärken. Solltet Ihr weitere Bedarfe zur Barrierefreiheit haben, gebt diese bitte im Anmeldeformular an entsprechender Stelle an.
Einlass
Für einen reibungslosen Ablauf des Frauenforums starten wir den Einlass um 10:30 Uhr. Das Frauenforum beginnt dann um 11:00 Uhr. Bitte plant genügend Zeit für Eure Anreise ein.
Speisen und Getränke
Anmeldung zum Landesweiten Frauenforum
Weitere Informationen zu den Workshops
Feministisch mobil – kann Verkehrsplanung weiblich werden?
Verkehrsplanung ist oftmals männlich geprägt. Der Vorrang von Autos, den wir vielfach gewähren, bevorzugt Männer, die auf direktem Weg von zuhause zur Arbeit fahren. Frauen bewegen sich oftmals anders, legen mehr und kürzere Wege zurück und nutzen andere Verkehrsmittel. Das ist bekannt, aber (wie) beeinflusst es Planung?
In diesem Workshop wollen wir die Frage nach einer geschlechtergerechten Verkehrsplanung in den Mittelpunkt stellen. Wer bewegt sich wie? Wer plant? Welche Strukturen in Politik, Verwaltung oder Verkehrsgesellschaften erschweren die Veränderung oder wo sind wir bereits auf einem guten Weg?
Referentinnen:
Petra Bönnemann, Diversity Managerin / Women in Mobility Rhein-Ruhr & Elke Wichert, Strategische Verkehrsplanung, beide BOGESTRA AG_
Moderation:
Anja Boenke, Sprecherin der LAG Frauen
“Das war doch nur ein Witz!” – Oder?
Komfortzone Patriarchat – was Unternehmen und Organisationen ändern müssen
Wie ist “sexuelle Belästigung” gesetzlich geregelt und welche Rechtsfolgen gibt es bei Verstößen? Welche Maßnahmen über ihre bisherigen Pflichten hinaus sollten Unternehmen und Organisationen ergreifen, um sexueller Belästigung vorzubeugen?
Referentin:
Andrea Berneis, Rechtsanwältin, Mitglied im Deutschen Juristinnenbund e.V. (djb)
Moderation:
Angela Hebeler, Frauenreferentin des grünen Landesverbandes
Armut, die. Wer zahlt den Preis für Care-Arbeit?
Armut ist kein Einzelfall, sondern strukturell – und sie ist weiblich. Frauen sind überdurchschnittlich betroffen, besonders Alleinerziehende: Sie haben ein etwa vierfach erhöhtes Armutsrisiko im Vergleich zu Paarfamilien, in NRW beziehen rund 50 % Leistungen nach SGB II.
Warum werden Kinder für Mütter zum Armutsrisiko – für Väter jedoch oft nicht? Der Workshop macht diese Ungleichheit sichtbar, beleuchtet die strukturellen Ursachen und ihre Folgen für Teilhabe und Selbstbestimmung. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, welche politischen Veränderungen es braucht, um Care-Arbeit gerecht zu verteilen und finanzielle Gerechtigkeit herzustellen.
Referentin:
Nicola Stroop, hauptamtliche Vorständin beim Verband allein erziehender Mütter und Väter NRW, der politischen Stimme der 500.000 Alleinerziehenden in NRW
Moderation:
Theda Dourado, Sprecherin der LAG Frauen
„Ein Kind gehört zur Mutter – außer sie ist lesbisch.“ Über den Entzug des Sorgerechts bei lesbischen Müttern in den Jahren 1946 bis 2000
Wir werfen gemeinsam mit Dr. Kirsten Plötz einen Blick auf die Geschichte des Sorgerechtsentzugs bei lesbischen Müttern – bewegend, aufschlussreich und relevant bis heute. Der Workshop bietet Raum für Austausch, neue Perspektiven und die Frage, wie wir unser Engagement für Gleichstellung stärken können.
Referentin:
Dr. Kirsten Plötz, Historikerin, Autorin der Studie „… daß sie lesbisch ist, genügt, um ihr das Sorgerecht wegzunehmen.“ (Im Auftrag des Queeren Netzwerks NRW, gefördert vom Land NRW)
Moderation:
İlayda Bostancıeri, MdL
Feministische Rechtspolitik
Wir wollen in diesem Workshop über feministische Perspektiven in unserem Rechtssystem sprechen. Zwischen Beweislast und Lebensrealität von Gewaltbetroffenen Frauen liegt oft eine große Lücke. Wir sprechen über Einstellung von Verfahren und problematische Schuldverschiebungen.
Referentin:
Stefanie Hoeke, Rechtsanwältin
Moderation:
Sarah Gonschorek, Sprecherin der LAG Frauen
Gleichberechtigung im Sport? Da geht noch was!
Sport bewegt die Gesellschaft, ob im ganz wörtlichen Sinne oder weil uns große Spiele und große Sportereignisse mitreißen. Sport ist die größte Bürger:innebewegung – aber ist er auch für alle gleichermaßen zugänglich? Längst haben sich Frauen ihren Platz auf dem Platz erkämpft, aber von tatsächlicher Gleichberechtigung ist auch der Sport noch weit entfernt. Gemeinsam wollen wir Forderungen und Maßnahmen diskutieren, damit NRW auch wirklich Sportland Nummer 1 für alle Menschen wird.
Referentin:
Josefine Paul, MdL, Staatsministerin a.D.
Moderation:
Julia Woller, Frauenreferentin der Landtagsfraktion
Digitaler Gewalt wirksam entgegentreten
Digitale Gewalt (z.B. Deepfakes, Cyberstalking, Sextortion) richtet sich fast immer gegen Frauen und wird fast immer von Männern ausgeübt. Sie ist Ausdruck bestehender patriarchaler Machtverhältnisse. Ohne ein gesellschaftliches Umdenken und echte Gleichberechtigung aller Geschlechter wird sich Gewalt nicht eindämmen lassen. Welche rechtlichen Handlungsoptionen gibt es bereits bei digitaler Gewalt? Wie können Betroffene besser geschützt werden und wie kann auch die geschlechtsspezifische Dimension adressiert werden? Ausgehend von der derzeitigen Rechtslage und mit Blick auf den aktuellen Gesetzentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz will der Workshop evaluieren, welche Defizite bestehen und wie diesen wirksam begegnet werden kann.
Referentin:
Theresia Rasche, Rechtsanwältin, Deutscher Juristinnenbund e.V.
Moderation:
Simone Lux, Politische Geschäftsführung der Grünen Jugend NRW