No way out? Fluchtgrund Islamismus

Samstag, 02. Juli 2016, 16:00 Uhr Bis 02.07.2016 18:00 Uhr Grünes Büro Mönchengladbach, Brandenberger Straße 36, 41065 MönchengladbachVeranstaltet von: LAG Säkulare Grüne und KV Mönchengladbach

Sie fliehen vor von diesen ausgehenden Terrorakten und Kriegshandlungen ebenso wie vor Unterdrückung und Verfolgung.

Die Gründe dieser Verfolgung sind vielfältig: Dazu gehören die Unterdrückung von Frauen und die Verfolgung wegen der sexuellen Orientierung. Verfolgt werden Angehörige nicht-muslimischer Religionen und Atheisten ebenso wie Muslime, die einer anderen Art von Islam anhängen, als es dem Religionsverständnis der Machthaber entspricht.

Der Verfolgung ausgesetzt sind immer wieder kritische Blogger und Journalisten. Steinigung bei Ehebruch, Hinrichtung von Schwulen, Todesstrafe für den Abfall vom Islam sind in einer Reihe von Ländern Teil des dort herrschenden islamischen Rechts, der Scharia. Für Schlagzeilen sorgte 2014 die Flucht von Angehörigen der jesidischen Minderheit im Nordirak vor dem IS. Auch außerstaatliche menschenfeindliche Praktiken, die zum Teil islamisch gerechtfertigt werden, spielen eine Rolle, wie Zwangsheiraten, Ehrenmorde und die Genitalverstümmelung von Frauen und Mädchen.

In Deutschland stammt die weitaus größte Zahl der Flüchtlinge aus Syrien. Verantwortlich für ihre Flucht sind der „Islamische Staat“ und andere islamistische Milizen, aber vor allem die brutale Assad-Diktatur. Diese ist zwar säkular, wird aber von der Islamischen Republik Iran und von dieser gesteuerten Milizen wie der Hisbollah unterstützt.

Ebenso fliehen viele Menschen unter anderem vor den Taliban aus Afghanistan, aus dem Irak, aber auch dem Iran.

Angesichts der zum Teil gewaltsamen Reislamisierungsbestrebungen der türkischen Regierung und des Krieges der Türkei gegen die Kurden ist vermehrt mit der Flucht von Menschen aus der Türkei zu rechnen.

Der Vortrag stellt vor allem die islamismusspezifischen Fluchtgründe bei nach Deutschland fliehenden Menschen dar. Dies schließt eine kritische Betrachtung der restriktiven Asylpolitik Deutschlands und der EU ein, unter der auch Menschen, die aus den genannten Gründen ihre Herkunftsländer verlassen, leiden. So ist aktuell geplant, künftig verstärkt afghanische Flüchtlinge abzuschieben. Bei der Abschottung gegen Flüchtlinge arbeitet Deutschland eng mit der islamisch-konservativen Regierung der Türkei zusammen. Der Referent Klaus Blees ist Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3. Welt Saar.