Das Bundesumweltministerium will einem Bericht des Deutschlandfunks zufolge das zeitliche Ziel für ein geplantes Atommüllendlager streichen. Ursprünglich sollte der Standort für ein Endlager spätestens im Jahr 2031 festgelegt werden.
Tim Achtermeyer, Landesvorsitzender der Grünen NRW, sagt dazu:
„Carsten Schneider hat offenbar das Arbeiten eingestellt. Statt die Endlagersuche wirksam zu beschleunigen, setzt er auf einen Verschiebebahnhof für Atommüll. Dabei sind längst viele Möglichkeiten bekannt, wie die Endlagersuche effektiv beschleunigt werden kann, ohne Abstriche bei Sicherheit und Bürgerbeteiligung. Entsprechende Konzepte wurden bereits in der vergangenen Legislaturperiode erarbeitet.
Genau eine solche optimierte Endlagersuche wäre jetzt nötig, statt radioaktiven Atommüll auf unbestimmte Zeit quer durchs Land von A nach B nach C zu karren und so die Verantwortung für Atompolitik nach unten wegzuschieben. Ich habe immer vor einem Verschiebebahnhof gewarnt und auf das Risiko hingewiesen, dass ohne übergreifendes Zwischenlagerkonzept reihenweise Lager aus der Genehmigung fallen und Atomtransporte anstehen.
Castor-Transporte bleiben gefährlich, jeder Transport ist ein Risiko. Es braucht ein Zwischenlagerkonzept, damit nicht immer mehr Lager aus der Genehmigung fallen, und eine ambitionierte Suche mit klaren Vorgaben und Zielen für ein Endlager.”
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