An diesem Donnerstag wird die Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) an die Salzgitter AG offiziell unterzeichnet. Dazu erklären die Landesvorsitzende der Grünen NRW Yazgülü Zeybek und Jule Wenzel, Landtagsabgeordnete aus Duisburg:
Yazgülü Zeybek, Landesvorsitzende der GRÜNEN NRW:
„Heute ist ein guter Tag für Nordrhein-Westfalen, ein guter Tag für unsere Industrie. Der Stahlstandort HKM hat in Duisburg eine Zukunft. Und vor allem ist es ein guter Tag für die Beschäftigten der Hüttenwerke Krupp Mannesmann. 1.000 Arbeitsplätze sind gesichert. Mit der Übernahme durch Salzgitter und der Investition in Grünen Stahl haben Beschäftigte und ihre Familien endlich Gewissheit. Dennoch schmerzen mich die Arbeitsplätze, die verloren gehen, sehr.
Insgesamt geht von dieser Nachricht ein deutliches Signal weit über die Landesgrenzen hinaus: Klimaschutz und Industrie gehören zusammen, dann hat Stahl in Deutschland eine Zukunft. Nordrhein-Westfalen steht mit Ministerin Mona Neubaur für diese Zukunft. Die Investition in eine strombasierte Stahlproduktion mit 200 Millionen Euro Förderung von Bund und Land stellt den Standort zukunftsfähig auf und macht uns unabhängiger von fossilen Energien. Die neue Anlage verwendet nicht mehr Kohle sondern Strom – grünen Strom – um den Stahl zu produzieren. Die klimaneutrale Transformation in Nordrhein-Westfalen ist der Schlüssel für die Zukunft unserer Industrie und kann Vorbild für weitere Industrieregionen in Europa sein.“
Jule Wenzel, Landtagsabgeordnete aus Duisburg:
„Die Geschichte der Hüttenwerke Krupp Mannesmann wird fortgeschrieben – dank der Salzgitter AG und einer Millionenförderung von Land und Bund. Nach schmerzlichen Arbeitsplatzverlusten endet heute die Unsicherheit für 1.000 Beschäftigte und ihre Familien in Duisburg. Ich leide aber auch mit den 2.000 Beschäftigten, die mit der heutigen Unterzeichnung ihren Job verlieren werden.
Mit unserer Ministerin Mona Neubaur haben wir an der Seite der Beschäftigten für den Erhalt der HKM und ihrer Arbeitsplätze gekämpft – denn Grüner Stahl made in NRW macht uns unabhängig und ist ein Gewinn für den Klimaschutz. Die schwarz-grüne Landesregierung und der Bund unterstützen die Transformation bei HKM daher mit 200 Millionen Euro. Der neue Elektrolichtbogenofen wird die Zukunftsfähigkeit des Standorts absichern. Wir kämpfen weiter und setzen uns für faire Wettbewerbsbedingungen ein – durch Industriestrompreis, Stromkostenentlastungen, Handelsschutz und die Weiterentwicklung des CO₂-Grenzausgleichs.“
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