Der Fachkräftemangel ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen Realität und seine Auswirkungen deutlich spürbar, auch in die Kitas. Viele erfahrene Erzieher*innen gehen in Rente, zu wenige Junge kommen nach. Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an die frühkindliche Bildung in den letzten Jahren verändert: Einerseits sind Kinder immer jünger und verbringen immer mehr Zeit in den Einrichtungen. Gleichzeitig sind bürokratische Pflichten im Berichtswesen, aber auch Dokumentation gestiegen. So fehlt oftmals wichtige Zeit für die pädagogische Arbeit mit den Kindern. Die angespannte Personalsituation führt dazu, dass kurzfristige Ausfälle kaum kompensiert werden können und es zu Ausfällen in der Betreuung kommt. Gleichzeitig stehen Einrichtungen vor der Herausforderung, ausreichend Personal zu finden. Das sorgt für Frust bei Eltern und Kindern, aber auch bei den Fachkräften.
Niemand kann Fachkräfte herbeizaubern, aber Politik muss alles tun, damit die Bildung, Betreuung und Erziehung unserer Kita-Kinder gesichert ist.
Die schwarz-grüne Landesregierung hat deshalb im Januar 2026 einen Gesetzentwurf für eine Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) in den Landtag eingebracht. Mit der Reform wird das System der frühkindlichen Bildung entlastet. Sie schafft mehr Verlässlichkeit und Stabilität durch zusätzliche finanzielle Mittel, gut ausgebildetes Personal und mehr Flexibilität. Zuvor konnten Verbände ihre Vorschläge in einem Dialog mit der Landesregierung einbringen. Die Landesregierung hat die Rückmeldungen aus der Verbändeanhörung sorgfältig ausgewertet, viele Anregungen und auch Kritik aufgenommen und den Gesetzentwurf an zentralen Stellen entsprechend angepasst. Das neue KiBiz soll zum Kitajahr 2027 in Kraft treten.
Das Land gibt im aktuellen Haushaltsjahr mehr als sechs Milliarden Euro für die frühkindliche Bildung aus – so viel wie nie zuvor. Mit der KiBiz-Reform wird die Erhöhung der landesweiten Grundfinanzierung zudem entfristet. Das heißt, die Finanzierung der Kitas steigt jedes Jahr um 200 Millionen Euro, bis die Finanzierung der Kitas in Nordrhein-Westfalen auf ein neues, kindbezogenes System umgestellt wird. Die Sonderförderung für eingruppige Einrichtungen, die vor 2007 gegründet wurden, wird bestehen bleiben. Kitas werden entlastet, indem auf zusätzliche Bürokratie verzichtet wird. Die Landesregierung will mit dem Gesetzentwurf außerdem 50 Millionen Euro für eine Personaloffensive ausgeben, um das System dauerhaft zu stabilisieren.
Neuste Artikel
“Ein olympisches Sommermärchen ist möglich”
Zu den Bürgerentscheiden für eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele KölnRheinRuhr sagt Tim Achtermeyer, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen: „Gestern war ein großer Tag für unsere Demokratie: So viele Menschen wie noch nie haben in Nordrhein-Westfalen direkt über ein wichtiges Zukunftsthema entschieden. Das klare Ergebnis ist eine starke Mehrheit für eine Bewerbung…
“Das ist ein guter Tag für unsere Kinder und ihre Zukunft”
Die Landesregierung hat eine von Kinder- und Familienministerin Verena Schäffer vorgelegte Formulierungshilfe zur Änderung des Gesetzentwurfs der Landesregierung zum Kinderbildungsgesetz beschlossen. Yazgülü Zeybek, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen, sagt dazu: “Mit den Änderungen macht Verena Schäffer die Kita-Betreuung besser und verlässlicher. Mehr Geld für Sprachbildung, zusätzliche Unterstützung durch das Kita-Helfer:innen-Programm und mehr Betreuungszeit durch…
LaVo-Beschluss
Unser Auftrag: Eine Schule, die trägt.
Beschluss des Landesvorstandes vom 27.03.2026 Wir wollen eine Schulzeit, an die man gern zurückdenkt. Denn Schule soll Freude machen, ein Ort sein, in dem Freundschaften genauso wachsen wie Wissen, Fähigkeiten und Kreativität. An vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen passiert genau das. Engagierte Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern entwickeln ihre Schule gemeinsam genau zu solchen Orten. Ihnen gebührt…
Ähnliche Artikel
Grüne in Verantwortung
Der Kohleausstieg in NRW wird Realität
Der Anteil von Kohle an der Stromeinspeisung in Nordrhein-Westfalen ist, laut statistischem Landesamt, im Jahr 2024 auf ein Rekordtief gesunken. Der Anteil von Kohlestrom ist demnach im Vergleich zum Jahr 2018 um knapp 23 Prozentpunkte zurückgegangen. Mit jedem Tag sinkt die Abhängigkeit Nordrhein-Westfalens vom Kohlestrom. Die neuen Zahlen zeigen: Der Kohleausstieg in NRW wird Realität. Wir…
Grüne in Verantwortung
NRW schützt Menschen besser vor Diskriminierung
Diskriminierung ist für viele Menschen Alltag – und sie nimmt zu. Das Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit (ada) registrierte im Jahr 2024 mehr als 1.000 Fälle. Das ist ein Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders häufig wurden rassistische Fälle erfasst; aber auch andere Diskriminierungsformen wie Sexismus, Queerfeindlichkeit und Antisemitismus haben stark zugenommen. Zwar gibt…
Grüne in Verantwortung
Schutz vor sexueller Belästigung – analog und digital
Deutschlands Gesetze schützen im EU-Vergleich am schlechtesten vor sexueller Belästigung! Zu diesem Ergebnis kommt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in einem im Februar veröffentlichten Gutachten. Trotzdem tut die aktuelle Bundesregierung viel zu wenig, um Frauen besser zu schützen. Unsere Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hingegen liefert: Ende 2025 hat der Bundesrat auf Initiative von Nordrhein-Westfalen einen Gesetzentwurf beschlossen,…