Deutschlands Gesetze schützen im EU-Vergleich am schlechtesten vor sexueller Belästigung! Zu diesem Ergebnis kommt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in einem im Februar veröffentlichten Gutachten. Trotzdem tut die aktuelle Bundesregierung viel zu wenig, um Frauen besser zu schützen.
Unsere Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hingegen liefert:
- Ende 2025 hat der Bundesrat auf Initiative von Nordrhein-Westfalen einen Gesetzentwurf beschlossen, um häusliche Gewalt schneller und konsequenter zu bestrafen. Täter*innen sollen bei Wiederholungsgefahr früher in Haft kommen, um Betroffene besser zu schützen.
- Sogenannte Spanneraufnahmen sollen in Zukunft strafbar werden. Dafür hat NRW gemeinsam mit dem Land Niedersachsen eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht. Mehr im Video auf Instagram.
- Ein Femizid, also die Tötung einer Frau, nur weil sie eine Frau ist, soll als neuer Mord-Tatbestand eingeführt werden. Aus solchen Taten spricht eine Niedertracht, die gleichwertig mit Mordmerkmalen wie Heimtücke oder Habgier ist, und entsprechend bestraft gehört.
- Das Landeskabinett hat im März 2025 beschlossen, einen Gesetzesantrag des Landes Nordrhein-Westfalen in den Bundesrat einzubringen, der eine Gesetzesänderung für die heimliche Verabreichung von sogenannten K.O.-Tropfen zur Begehung von Raub- und Sexualdelikten anstößt. Mehr im Video auf Instagram und in der Pressemitteilung des Landes NRW.
Vor allem in den sozialen Medien sind Frauen immer häufiger sexueller Gewalt ausgeliefert. Das hat der Fall von Collien Fernandes noch einmal deutlich gezeigt. Wir wollen deshalb Frauen auch im Digitalen besser schützen.
Unsere Forderungen:
- Bundesjustizministerin Stefanie Hubig muss digitale Gewalt im Sexualstrafrecht physischer Gewalt gleichstellen.
- Die Erstellung sexualisierter Deepfakes gegen den Willen einer Person muss strafbar sein. Mehr im Video auf Instagram.
- Plattformbetreiber müssen verpflichtet werden, die Verbreitung von offensichtlich rechtswidrigen Inhalten technisch zu blockieren.
- Wir brauchen spezialisierte Gerichte, wie sie in anderen EU-Ländern bereits gängige Praxis sind, die nur für analoge und digitale sexuelle Gewalt zuständig sind.
Unterstütze unsere Forderungen mit einem Appell an Bundesjustizministerin Stefanie Hubig!
Mehr Infos
Im Februar 2026 haben wir einige dieser Punkte bereits in einem Beschluss des Landesvorstands GRÜNE NRW aufgegriffen.
Die GRÜNEN im Bund haben einen Gesetzesentwurf vorgelegt.
Neuste Artikel
Zeybek und Wenzel zur HKM-Übernahme
An diesem Donnerstag wird die Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) an die Salzgitter AG offiziell unterzeichnet. Dazu erklären die Landesvorsitzende der Grünen NRW Yazgülü Zeybek und Jule Wenzel, Landtagsabgeordnete aus Duisburg: Yazgülü Zeybek, Landesvorsitzende der GRÜNEN NRW: „Heute ist ein guter Tag für Nordrhein-Westfalen, ein guter Tag für unsere Industrie. Der Stahlstandort HKM hat…
LaVo-Beschluss
Hitzeschutz ist Bevölkerungsschutz – Mehr Abkühlung für Nordrhein-Westfalen
Beschluss des Landesvorstandes vom 02.07.2026 Die Hitzewelle im Juni hat deutlich gemacht: Wir müssen uns besser auf Temperaturen, wie die der vergangenen Tage, die tagsüber über 35 Grad und nachts nicht einmal unter 21 Grad kamen, vorbereiten. Hitze dieser Intensität ist Realität und wird uns zukünftig in dieser Ausprägung immer wieder begegnen, dann auch für…
LDK-Beschluss
Menschenwürde und Freiheitsrechte in der Neufassung des PsychKG erhalten
Beschluss der Landesdelegiertenkonferenz am 21. Juni 2026. Die Landesdelegiertenkonferenz möge beschließen: Die GRÜNE Landtagsfraktion wird aufgefordert, den Entwurf zur Neufassung des PsychKG NRW (Vorlage 18/4917 – Gesetz zur Neufassung eines Gesetzes über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Erkrankungen (PsychKG)) kritisch zu prüfen und den weiteren Prozess so zu gestalten, dass Freiheitsrechte, Menschenwürde und Selbstbestimmung aller…
Ähnliche Artikel
Grüne in Verantwortung
Beschleunigte Genehmigungsverfahren beim Windenergieausbau
Landesumweltminister Oliver Krischer baut in Nordrhein-Westfalen die bürokratischen Hürden für den Bau von Windenergieanlagen ab und treibt so den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent voran. Langwierige Prüfungen bei der Errichtung neuer Windräder, werden künftig deutlich einfacher und schneller. Aktuell sind dafür häufig umfangreiche Kartierungen vor Ort erforderlich. Mit einem neuen digitalen Tool können vorhandene Daten der Behörden nun digital genutzt und ausgewertet werden. Das vereinfacht die Verfahren und beschleunigt die Genehmigung…
Grüne in Verantwortung
Grüner Justizminister will Spanneraufnahmen strafbar machen
Als Yanni Gentsch im Februar 2025 durch den Kölner Grüngürtel joggt, bemerkt sie plötzlich einen Radfahrer hinter sich, der mit einem Handy in der Hand dicht hinter ihr fährt und ihren Po filmt. Gentsch stellt den Spanner zur Rede, bringt ihn dazu, das Video zu löschen und filmt ihn wiederum dabei. Gentsch geht mit ihren Aufnahmen zur Polizei, doch die zeigt sich machtlos – denn Spanneraufnahmen sind in Deutschland nicht per se strafbar. Das will unser…
Grüne in Verantwortung
Hambi bleibt
Hambi bleibt – acht Jahre nachdem wir zusammen mit tausenden Klimaschützer*innen für den Erhalt des Hambacher Waldes gekämpft haben, steht fest: Der Wald am Rand des Braunkohle-Tagebaus Hambach wird dauerhaft unter Schutz gestellt und zum Wildnisentwicklungsgebiet weiterentwickelt. Flächen, die aktuell noch der RWE Power AG gehören, sollen bis 2035 öffentliches Eigentum werden. Breite Waldkorridore vernetzen benachbarte…