COP23

Summer is coming – 5 Fakten zum Klimawandel in NRW

Heiß, heißer, Klimawandel! Der hat in NRW bereits deutliche Spuren hinterlassen. Wir haben für euch 5 Fakten gesammelt, wie sich das Klima schon jetzt spürbar in den letzten Jahrzehnten in NRW verändert hat. Warm anziehen müsst ihr euch nur noch im übertragenen Sinne, Obacht vor Starkregen und Stürmen, die euch umhauen.

1. Es wird heißer

Heute ist es im Jahresmittel 1,1 Grad wärmer als noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts, denn: in den letzten 108 Jahren ist es im Durschnitt pro Jahr 0,1 Grad wärmer geworden. Auffällig ist aber, dass die Geschwindigkeit der Erwärmung deutlich zugenommen hat. Zwischen 1979 und 2008 war der Anstieg der Temperatur fünfmal so hoch wie zuvor.

2. Weniger Schnee & Eis

In den letzten 100 Jahren gab es vier Jahre, in denen es mehr als 100 Frosttage gab. In den letzten 30 Jahren war dies kein einziges Mal der Fall. Nur noch 1996 wird die 100- Tage-Marke mit 98 Frosttagen knapp erreicht. Optimisten argumentieren, dass uns das aufgrund geringerer Heizkosten Energie spart, aber das ist ein Trugschluss. Da es im Sommer heißer wird, fällt mehr Energie für die Kühlung (bspw. durch Klimaanlagen) an.

                        3. Bedrohte Artenvielfalt

Der Trauerschnäpper – ein Klimaverlierer: Wenn der Trauerschnäpper aus seinem Überwinterungsgebiet in Afrika wieder nach NRW zurückkehrte, dienten Insekten den frisch geschlüpften Trauerschnäppern, die das Nest noch nicht verlassen konnten, als Nahrung. Doch durch die Klimaerwärmung wurden auch der Schlüpfbeginn und die Entwicklung dieser Insekten nach vorne verlagert, so dass sie für die Vögel nicht mehr als Beute zur Verfügung stehen. Seit 2003 zeigt der Trauer- schnäpper daher einen Rückgang um ca. 25 %. Ebenfalls bedrohen Eingewanderte Tierarten wie der amerikanische Ochsenfrosch, der hier lebende Amphibien verdrängt, die heimische Fauna.

4. Starker Regen reißt uns den Boden unter den Füßen weg

Mit der Zunahme heftiger Regenfälle nimmt auch die Bodenerosion zu. Wenn humusreicher und fruchtbarer Boden buchstäblich einfach weggespült wird, hat das fatale Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Um 20% hat dieser Effekt seit den späten 70er Jahren zugenommen. Alle zehn Jahre war eine Steigerung um 4% zu verzeichnen.

                    5. Stürme entwalden 

          ganze Landstriche

Die Wälder in NRW sind nicht ausreichend vor zunehmend starken Stürmen geschützt. Vielerorts finden sich große Anpflanzungen von flachwurzelnden Fichten, da sie schneller wachsen als andere Bäume. Doch die schwache Bodenhaftung wird ihnen im Sturm zum Verhängnis. Das Problem besteht allerdings auch für Städte: Sturmtief Ela entwurzelte 2014 über 30.000 Bäume in Düsseldorf und richtete in der Nachkriegszeit bisher ungekannten Schaden an.

Noch nicht genug Fakten? Mehr erfahrt ihr in dieser Broschüre des Umweltministeriums NRW.

COP 23 – Die Weltklimakonferenz.

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