Nach der Kritik der GRÜNEN an der Entscheidung des Festkomitees Kölner Karneval, auf einen Persiflagewagen zu „Charlie Hebdo“ zu verzichten, geht die Partei nun einen Schritt weiter: Mit einer eigenen Karikatur greifen die Kölner GRÜNEN die Thematik auf und zeigen deutlich Flagge für Meinungsfreiheit und Satire – auch im Karneval.
Die Kölner GRÜNEN werden mit ihrer Zeichnung, die einen Karnevalisten, der einen Vorhang über das ursprüngliche Wagenmotiv fallen lässt, zeigt, am „Jeisterzoch“ und an den Dienstagszügen in den Veedeln teilnehmen. Sie rufen zudem alle Jecken zur weiten Verbreitung der neuen Karrikatur auf. Die Karikatur steht zum Download bereit.
Sven Lehmann, Landesvorsitzender der NRW-GRÜNEN und Kölner, erklärt dazu:
„Karneval ist mehr als Trinken, Schunkeln und Singen. Karneval war, ist und bleibt auch immer politisch und gesellschaftskritisch. Gerade nach den Anschlägen von Paris braucht es ein eindeutiges Eintreten für das hohe Gut der Meinungsfreiheit. Nach der enttäuschenden Entscheidung des Kölner Festkomitees setzen wir im Kölner Karneval nun ein eigenes Zeichen und laden zum Mitmachen ein. Das Motiv symbolisiert, dass Mut und Freiheit sich dem Terror entgegen stellen können.”
Zum Hintergrund:
Mit der Begründung, der Wagen würde die „Freiheit und leichte Art des Karnevals“ einschränken, wurde der Bau des sogenannten „Charlie-Hebdo-Wagens“ für den Kölner Rosenmontagszug gestoppt. Der Wagen sollte das Attentat auf das französische Satire-Magazin thematisieren und ein Zeichen für die Meinungsfreiheit setzen. Bei einer Online-Abstimmung hatte es große Zustimmung für das Motiv gegeben.
Neuste Artikel
Grüne in Verantwortung
NRW senkt Treibhausgas-Emissionen um die Hälfte
Nordrhein-Westfalen hat den Ausstoß von Treibhausgasen seit 1990 mehr als halbiert. Allein im vergangenen Jahr gingen die Emissionen des klimaschädlichen Gases um vier Prozent zurück. Damit liegt NRW deutlich vor dem Bundesschnitt. Bundesweit gingen die Treibhausgase nur um 48 Prozent zurück. Den stärksten Rückgang in NRW verzeichnet die Energiewirtschaft. Dafür sorgten insbesondere eine geringere Strom-…
Braunkohle Kohle Kohleausstieg rheinisches Revier
Fragen und Antworten zum Kohleausstieg in NRW
Wie kam es zum vorgezogenen Kohleausstieg 2030 in NRW? Kohlestrom ist teuer, ineffizient und extrem klimaschädlich. Nach der Landtagswahl im Mai 2022 haben sich GRÜNE und CDU deshalb im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, den Kohleausstieg um acht Jahre – auf das Jahr 2030 – vorzuziehen. Bund, Land und der Energieversorger RWE haben daraufhin eine entsprechende Vereinbarung…
LaVo-Beschluss
Klimaschutz und Klimaanpassung bedeuten Menschenschutz
Beschluss des Landesvorstandes vom 3 . September 2026 Die Klimakrise trifft uns mit voller Wucht, mitten in Nordrhein-Westfalen. Hitzewellen, Dürren und Brände haben uns in den vergangenen Wochen eindringlich vor Augen geführt, wie gefährlich die Folgen der Klimakrise für unser Land bereits heute sind. Diese Folgen sind nicht mehr abstrakt, sondern brutal konkret. Mehr als…
Ähnliche Artikel
Terrorismus
Der Terror darf nicht siegen
Zum Terroranschlag mit Toten und Verletzten in Barcelona erklären Mona Neubaur und Sven Lehmann, Vorsitzende der GRÜNEN NRW: „In dieser Stunde sind unsere Gedanken bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden. Wir denken an die zahlreichen Helferinnen und Helfer, Rettungs- und Sicherheitskräfte, die eine extrem schwierige Situation in Barcelona bewältigen müssen. Die Bilder ähneln sich…
Terrorismus
Unsere Gedanken sind in Berlin – Hass nicht mit Hass beantworten
Zu dem mutmaßlichen Anschlag in Berlin erklären, Mona Neubaur und Sven Lehmann, Vorsitzende GRÜNE NRW: “Der mutmaßliche Anschlag von Berlin macht uns tief traurig. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei den Angehörigen der Todesopfer und bei den Verletzten. Wir denken aber auch an die vielen Rettungs- und Sicherheitskräfte, die im Angesicht dieses grausamen Verbrechens einen unersetzlichen Dienst…
Terrorismus
#NoussommesNice
Zum Anschlag in Nizza erklären Mona Neubaur und Sven Lehmann, Vorsitzende GRÜNE NRW: „Der offenbar terroristische Anschlag von Nizza hinterlässt uns tief traurig und fassungslos. Mit unseren Gedanken sind wir bei unseren französischen Freunden, den Opfern, den Verletzten und ihren Angehörigen.”