Die Bezirksregierung Arnsberg hat heute entschieden, dass der uralte Wald am Tagebau Hambach weiter gerodet werden darf. RWE hatte im Februar einen Antrag für den neuen Hauptbetriebsplan 2018 bis 2020 gestellt, für den die Bezirksregierung nun grünes Licht gegeben hat.
Dazu erklärt Mona Neubaur, Vorsitzende der GRÜNEN NRW:
„Die Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg ist ein fatales Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz. RWE kann jetzt den Braunkohleabbau ungebremst fortsetzen. Die anstehenden Rodungen bedeuten damit dann wohl das endgültige Todesurteil für den uralten Hambacher Wald. Einen Wald, in dem über 300 Jahre alte Bäume stehen, der vielen teilweise bedrohten Tierarten ein zu Hause bietet.
Bitter an dieser Entscheidung ist, dass Deutschland mit dem Festhalten am Braunkohleabbau die selbst gesteckten Verpflichtungen für den Klimaschutz verfehlen wird. Zwei Drittel der Menschen in Nordrhein-Westfalen sind für einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleverstromung und für die Chancen einer umweltfreundlichen und zukunftsfesten Energieversorgung. Dass Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes in der Abwägung der Bezirksregierung hintenüberfallen, ist ein fatales Zeichen.“
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