Tihange

Keine deutschen Brennelemente für Schrottreaktor Tihange

Aus Deutschland sind in den vergangenen zehn Monaten nach Medienberichten insgesamt 68 Brennelemente in den belgischen Schrottreaktor Tihange geliefert worden. Genehmigt von der SPD-Bundesumweltministerin und der schwarz-roten Bundesregierung.

Dazu erklärt Mona Neubaur, Vorsitzende der GRÜNEN NRW:

„Es ist ein Skandal: Keine 70 Kilometer Luftlinie von NRW entfernt läuft weiterhin der Bröckelreaktor Tihange. Und das unter tätiger Mithilfe von Bundesumweltministerin Hendricks (SPD). Sie könnte nach Ansicht von Juristen die Transporte von Brennelementen nach Tihange stoppen, weil dieses Atomkraftwerk so gefährlich ist.

Der Atomausstieg muss endlich europaweit kommen. Das bedeutet auch: Die Brennelementefabrik in Lingen und die Urananreicherungsanlage in Gronau müssen geschlossen werden. Einerseits fordert die Ministerin das Abschalten der Reaktoren, andererseits macht sie keinen Finger krumm, um die Belieferung der gefährlichen Atomkraftwerke mit Brennelementen zu verhindern.

Diese Atomtransporte müssen sofort unterbunden werden, ich fordere Barbara Hendricks und Bundeskanzlerin Merkel dazu auf, einen Exportstopp für Brennelemente nach Tihange und Doel zu verhängen. Sollte ein solcher unterbleiben, trägt auch die schwarz-rote Bundesregierung Verantwortung, wenn es in den bröckelnden Schrottreaktoren zu verheerenden Ereignissen kommt. Die katastrophalen Folgen dieser schwarz-roten Verantwortungslosigkeit müssten die Menschen in NRW, Belgien und den Niederlanden tragen.“

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